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Neues Fahrzeug für die Feuerwehr in Netra: HLF 10 ist da

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Von: Stefanie Salzmann

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Übergabe des neuen Feuerwehrfahrzeuges HLF 10 an Feuerwehr Netra: (von links: Michael Ludwig (stellv. Gemeindebrandinspektor), Markus Wieditz (Gemeindebrandinspektor), Sascha Brüßler (Wehrführer Netra), Mario Hartmann (Bürgermeister), Andrea Kaiser (Pfarrerin) und Jörg Biehl (Kreisbrandmeister).
Übergabe des neuen Feuerwehrfahrzeuges HLF 10 an Feuerwehr Netra: (von links: Michael Ludwig (stellv. Gemeindebrandinspektor), Markus Wieditz (Gemeindebrandinspektor), Sascha Brüßler (Wehrführer Netra), Mario Hartmann (Bürgermeister), Andrea Kaiser (Pfarrerin) und Jörg Biehl (Kreisbrandmeister). © Privat/nh

Ringgaus Bürgermeister Mario Hartmann überreichte nun den symbolischen Schlüssel an Netras Wehrführer Sascha Brüßler. Die Wehr des Ortes verfügt über ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 10.

Netra – Geduld, Diskussion, Moderation und Markt-Recherche hat es bedurft – doch nun, drei Jahre, nachdem das Land Hessen den Förderbescheid für das neue Feuerwehrfahrzeug HLF 10 (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) der Ringgauer Wehr übergeben hat, ist das Fahrzeug da.

Am vergangenen Samstag (12. November) konnte Ringgaus Bürgermeister Mario Hartmann den symbolischen Schlüssel an Netras Wehrführer Sascha Brüßler übergeben. „Ich sehe ein Feuerwehrfahrzeug immer nur als Mittel zum Zweck. Ohne gut ausgebildete und motivierte Feuerwehrleute nützt uns das beste Feuerwehrfahrzeug nichts. Ein Feuerwehrfahrzeug wird nicht für die Feuerwehr, sondern zum Brand- und Katastrophenschutz und zur technischen Hilfeleistung der Bevölkerung angeschafft“, sagte Hartmann.

Mögliche Einsätze sind komplexer geworden

Dennoch freut es die Feuerwehr Netra. Denn das alte Fahrzeug hatte inzwischen mehr als 30 Jahre auf dem Buckel, war unter anderem in 250 Einsätzen. Das neue HLF 10 nun ist nach neusten Standards ausgerüstet und damit auch geeignet, den Herausforderungen des Katastrophenschutzes gerecht zu werden. „In den letzten 30 Jahren haben sich die möglichen Einsatzszenarien aufgrund der fortschreitenden Technologisierung geändert und sind deutlich komplexer geworden“, sagte Brüßler.

Insbesondere im Bereich der Verkehrsunfälle ergäben sich neue Herausforderungen, da sich die Fahrzeugtechnologie deutlich gewandelt hat. Daher habe die Wehr darauf geachtet, dass die verlasteten Einsatzmittel den heutigen Anforderungen entsprechen. „So kann der Bevölkerung schnell und effektiv geholfen werden.“

Im Herbst 2019 hatte der hessische Staatssekretär und heutige Kassler Regierungspräsident Mark Weinmeister der Gemeinde Ringgau einen Förderbescheid für den Kauf eines neuen HLF 10 in Höhe von 80.000 Euro übergeben. Das entsprach 40 Prozent der sogenannten förderfähigen Summe, die seinerzeit vom Land mit 200.000 Euro angegeben war. Weiter 20.000 Euro (zehn Prozent) gab der Landkreis dazu.

Ähnliches Vorgehen wie in Meinhard

Die Feuerwehr wollte zunächst alle drei Lose für Fahrzeuggestell, Aufbau und Beladung ausschreiben. „Wenn man ausschreibt, muss man es dann auch nehmen“, sagt Hartmann, der ebenfalls Angebote für Fahrzeuge einholte, darunter für ein gebrauchtes Vorführfahrzeug, das knapp 350.000 Euro kosten sollte – bereits 150.000 Euro über der förderfähigen Summe. Letztendlich nahm die Gemeinde das Angebot des Landes an, das Fahrzeug über die zentrale Landesbeschaffung zu kaufen. Die Kosten belaufen sich nun insgesamt auf 294.000 Euro, 193.000 Euro muss die Gemeinde aus eigenen Mitteln tragen.

Das Modell machte auch in der Gemeinde Meinhard erfolgreich Schule, denn die hatte im vorigen Jahr ein Angebot für ein HLF 10 für 440.000 Euro auf dem freien Markt. Über die Landesbeschaffung bekam Meinhard das Fahrzeug dann für 220.000 Euro, dazu kam die Beladung für etwa 90.000 Euro. Insgesamt kostete Meinhards Fahrzeug mit 310.000 Euro dann 150.000 Euro weniger, als ursprünglich angenommen.

Von Stefanie Salzmann

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