Neues Auto für die Feuerwehr Berkatal

Neues Feuerwehrauto für Berkatal wird 453 000 Euro kosten – Gemeindevertreter stimmen mehrheitlich dafür

Dort sieht man den Unterschied: Das HLF 20 aus Abterode (links) beim Einsatz in Hitzerode am vorigen Montag neben dem 30 Jahre alten LF 8/6 aus Frankershausen, das bald ebenfalls durch ein HLF ersetzt werden soll.
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Dort sieht man den Unterschied: Das HLF 20 aus Abterode (links) beim Einsatz in Hitzerode am vorigen Montag neben dem 30 Jahre alten LF 8/6 aus Frankershausen, das bald ebenfalls durch ein HLF ersetzt werden soll.

Frankershausen bekommt eine neues Feuerwehrfahrzeug. Kosten wird es 450.000 Euro. Die Gemeindevertretung stimmte dem Kauf jetzt einvernehmlich zu.

Berkatal – Das alte Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 in Frankershausen ist in die Jahre gekommen. Damit aber der Brandschutz in Berkatal weiterhin optimal gewährleistet bleibt, bekommt die Freiwillige Feuerwehr Frankershausen ein neues Fahrzeug: ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20.

Die Gemeindevertreter stimmten mehrheitlich für diese Beschaffung: Zehn Berkataler Abgeordnete stimmten bei der Gemeindevertretersitzung am Dienstag mit Ja, vier enthielten sich. Über die Höhe der Kosten und die wenigen Alternativen bei der Ausschreibung wurde am Dienstagabend länger diskutiert, zur Klärung von fachlichen Fragen waren dafür auch Mitglieder der Feuerwehr anwesend.

Dass ein neues Feuerwehrauto angeschafft werden muss, darin sind sich alle einig. Doch die Kosten für ein solches Fahrzeug sind hoch: 453 000 Euro kostet das HLF nach aktuellem Angebot insgesamt. 366 000 Euro soll dabei nur das Fahrgestell kosten. Dazu kommt aber noch die Beladung, die rund 84 000 Euro kostet. Weitere 3000 Euro sind als Puffer gedacht.

Gefördert mit 275.000 Euro

Gefördert wird das Ganze im Rahmen der Brandschutzförderrichtlinie des Landes Hessen mit festgesetzten 275 000 Euro. Zusammengerechnet kommen davon 96 250 Euro aus Landeszuwendungen und zusätzlich 178 750 Euro aus der Hessenkasse. Aus Kreiszuwendungen wird das HLF mit 27 500 Euro bezuschusst.

Es bleiben für die Gemeinde somit 150 500 Euro übrig, die Berkatal selbst aufbringen muss. „Wir gehen derzeit davon aus, dass wir den Betrag komplett finanzieren müssen“, sagte Bürgermeister Friedel Lenze. Die Kosten für das Fahrzeug werden bei der Anlieferung fällig. Aufgrund von langen Lieferzeiten wird das wahrscheinlich erst 2022 der Fall sein.

Das neue HLF 20 soll in Zukunft sowohl das mittlerweile 30 Jahre alte LF 8/6 in Frankershausen ersetzen, als auch das Tanklöschfahrzeug, das etwa 1997 angeschafft wurde, sagt Gemeindebrandinspektor Alexander Hämmerich.

Unternehmen machen mehr Löschwasservorräte erforderlich

Dadurch und auch wegen der Gewerbe in Berkatal – etwa das Sägewerk und die Metallbaubetriebe – verpflichtet der Landkreis die Feuerwehr dazu, eine gewisse Mindestfassung für Löschwasser im Fahrzeug bereitzustellen. Statt standardmäßig 1600 Litern soll das neue HLF daher 2000 Liter fassen, erklärt Gemeindebrandinspektor Alexander Hämmerich. Generell habe die Berkataler Wehr aber auch keine Sonderwünsche bei der Ausstattung des Fahrzeugs.

„Das HLF bekommt eine Normbeladung, zu der wir verpflichtet sind“, sagt Hämmerich. Trotz keinerlei Schnick-Schnack bleiben die Kosten hoch. Der Preis liegt dabei im Rahmen dessen, was Fahrzeuge dieser Kategorie auf dem Markt kosten, weiß der Gemeindebrandinspektor. Es gab nach der EU-weiten Ausschreibung lediglich ein Angebot eines Herstellers für das Fahrgestell: die Firma Wiss aus Herbholzheim.

Vier Hersteller machten Angebote zur Beladung – das günstigste Angebot lag bei den rund 84 000 Euro von Firma Wuttig Feuerschutz aus Zierenberg, was letztendlich auch ausgewählt wurde. Von Jessica Sippel

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