Ausstellungen werden überarbeitet und Technikpark für Fahrzeuge wird angegliedert

Neues Gesicht für Museum

Technikpark des Grenzmuseums Schifflersgrund wird erneuert: Unser Archivfoto zeigt Bundespolizei-Pilot Thomas Decker, der Annika Kremmer aus Asbach das Helikopter-Cockpit erläutert. Foto: HNA-Archiv

Bad Sooden-Allendorf. Ende des Jahres wird sich das Gesicht des Grenzmuseums Schifflersgrund oberhalb von Bad Sooden-Allendorf schon erheblich geändert haben. Demnächst schon sollen die Vorbereitungen zum Errichten eines am Museum angeschlossenen Technikparkes beginnen, wie Vorsitzender Wolfgang Ruske vom Arbeitskreis Grenzinformation mitteilte.

In dem Technikpark finden dann zahlreiche technische Ausstellungsstücke, die jetzt noch im Gelände verteilt sind, ihren neuen Platz.

Historikerkommission hilft

Die Neugestaltung des Grenzmuseums basiert auf Empfehlungen der Historikerkommission unter Leitung von Prof. Dr. Volkhard Knigge, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Ziel der Überarbeitung ist, der historischen Genauigkeit Rechnung zu tragen, wie Ruske erläuterte. So fänden die Hubschrauber und Fahrzeuge der Grenztruppen auf thüringischem Gebiet und die Fahrzeuge und Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes auf hessischem Gebiet ihre neuen Positionen. Die Ausstellungen selbst werden durch einen Historiker überarbeitet und dann umgebaut und neu gestaltet.

Die vorwiegend ehrenamtliche Sammeltätigkeit des Museums seit nunmehr über 20 Jahren werde somit auf ein fachlich fundiertes Fundament gesetzt. Geld dafür gibt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Die regionalspezifischen Aspekte des Museums, insbesondere der tödliche Fluchtversuch von Heinz-Josef Große, der Gebietstausch im Wanfrieder Abkommen sowie die Schüsse auf Wahlhausen, werden nach Angaben Wolfgang Ruskes verstärkt herausgearbeitet werden.

Auch der heutige Bestand des ehemaligen Grenzstreifens im Verlauf des Grünen Bandes finde in einem eigenen Ausstellungsteil seinen Platz in der Gedenkstätte. Hierzu würden bald auch Wander- und Informationswege das Angebot der Gedenkstätte erweitern. (sff)

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