Weniger Papier und Zeitersparnis

Neues Informationsportal kommt: Wanfrieder Abgeordnete arbeiten bald digital

So sieht die Corona-Warn-App auf einem Tablet aus. HNA-Volontär Fabian Becker hat sie heruntergeladen.
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Die Wanfrieder Stadtverordneten arbeiten demnächst papierlos.

Die Digitalisierung der Arbeit der Stadtverordneten und eine Erhöhung der Entschädigungen für die Abgeordneten waren u.a. Themen während der Wanfrieder Stadtverordnetenversammlung am Freitagabend.

Völkershausen – Um Zeit und Geld zu sparen, erfolgen die Benachrichtigungen und Versorgung mit Sitzungsunterlagen jetzt digital. Dafür wurde ein Onlineportal eingerichtet. Auch die Bürger können auf das Ratsinformationssystem zugreifen. Für die Abgeordneten gibt es einen passwortgeschützten Bereich. Durch den Wegfall der Kopierunterlagen wird mit einer Ersparnis von 1500 Euro gerechnet. Die Software kostet 2000 Euro jährlich. „Außerdem müssen wir keine Mitarbeiter abstellen, die einen Vormittag mit Kopieren und Versenden der Unterlagen verbringen und sparen Papier“, sagt Bürgermeister Wilhelm Gebhard.

Nach 27 Jahren wird die Aufwandsentschädigung für die ehrenamtlichen Mandatsträger angepasst. Stadtverordneten bekommen jetzt beispielsweise 15 Euro statt 12,78 pro Sitzung. „Mit der Erhöhung der Aufwandsentschädigung liegen wir im Kreis im guten Mittelfeld“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzende Lisa Susebach. Außerdem bekommen die Gremienmitglieder eine Dokumentenpauschale von 20 Euro pro Jahr und pro Legislaturperiode eine Technikpauschale von 200 Euro. Sie soll dazu dienen, damit sich die Ehrenamtlichen mobile Endgeräte wie Tablet oder Laptop zur Nutzung des neuen digitalen Informationssystems anschaffen.

Die Stadtverordnetenversammlung von Wanfried hat Eltern die Gebühren für den Zeitraum von April, Mai und Juni erlassen, als die Kindertagesstätten der Stadt in Wanfried, Heldra und Altenburschla nur bedingt geöffnet waren. Durch den Lockdown waren lediglich Notgruppen für Kinder von Eltern mit „systemrelevanten Berufen“ geöffnet. Eltern, die diese Notgruppen in Anspruch genommen haben, müssen für den Monat April ebenfalls nichts zahlen. Die vollen Gebühren für die Notbetreuung für die Monate Mai und Juni werden erhoben, wenn die Betreuung fünf oder mehr Tage in Anspruch genommen wurde. Alle drei Fraktionen stimmten dem Beschluss geschlossen zu.

Veränderungen in der Wanfrieder SPD-Fraktion: Nach dem Rückzug von Fraktionsvorsitzendem Benjamin Franke (wir berichteten) führt jetzt Lisa Susebach die Fraktion. Für Franke rückte Willi Herwig nach. Franke wurde 2006 mit 23 Jahren als zweitjüngster Abgeordneter in der Wanfrieder Geschichte gewählt. Seit 2007 war er Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss, ab 2018 Fraktionsvorsitzender. 2016 wurde der 37-Jährige mit der bronzenen Ehrennadel der Stadt ausgezeichnet. Stadtverordnetenvorsteherin Jutta Niklass dankte für die angenehme Zusammenarbeit der vergangenen 14 Jahre. (Tobias Stück)

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