„Ich kümmere mich um alle“

In Weißenborn gibt es jetzt eine Kümmerin

Von der Wurzel zu den Früchten: Helena Dilling als Kümmerin direkt vor Ort in Weißenborn (vorne links) und Andrea Eckardt als Koordinatorin von der Evanglischen Familienbildungsstätte wollen mit den Bürgern aus Weißenborn und Rambach die Ideen der Dorfgemeinschaft wachsen lassen.
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Von der Wurzel zu den Früchten: Helena Dilling als Kümmerin direkt vor Ort in Weißenborn (vorne links) und Andrea Eckardt als Koordinatorin von der Evanglischen Familienbildungsstätte wollen mit den Bürgern aus Weißenborn und Rambach die Ideen der Dorfgemeinschaft wachsen lassen.

In Weißenborn gibt es jetzt eine sogenannte Kümmerin. Helena Dilling will in den kommenden fünf Jahren die ohnehin aktive Dorfgemeinschaft noch mehr bei ihren Vorhaben unterstützen.

Weißenborn – Die vor zehn Jahren zugezogene Weißenbörnerin ist dabei die direkte Ansprechpartnerin vor Ort und fungiert als kommunikative Schnittstelle des Projektes „Miteinander stärken – stark im Miteinander“, das ab Oktober in Weißenborn und Rambach startet.

Bei diesem Projekt gehen die Evangelische Familienbildungsstätte (FBS) – Mehrgenerationenhaus Werra-Meißner und die Bürger der Gemeinde Hand in Hand. Das Ziel: das Miteinander in der Gemeinde voranbringen, nachbarschaftlichen Zusammenhalt stärken und ungenutzte Ressourcen aktivieren. Finanziert ist das Projekt als „Gemeinwesenarbeit“ die nächsten fünf Jahre vom hessischen Ministerium für Soziales und Integration.

Zur Auftaktveranstaltung luden die Vertreterinnen des Projektes von der Evangelischen Familienbildungsstätte Andrea Eckardt, Kathrin Beyer und Peggy Großkurth, gemeinsam mit der Weißenbörner Kümmerin Helena Dilling alle Interessierten kürzlich in die Begenungsstätte ein. Vor Ort stellten sie zahlreichen Weißenbörnern und Rambachern interaktiv das Projekt vor. Alle brachten bereits Wünsche und Ideen ein, was sie sich für ihre Gemeinde über die bereits gute Gemeindearbeit hinaus noch wünschen.

Mit dabei waren unter anderem Vertreter von der Jugendfeuerwehr, der Dorfjugend, den Landfrauen, der Männerwerkstatt, der Gemeindevertretung und der Seniorenbewegung. Bei den Ideensammlungen kam etwa der Wunsch nach Kulturveranstaltungen in der Gemeinde, einem Kinderfest und einer konkreten Patenschaft von jung zu alt auf. Auch ein Kochkurs für (alleinstehende) Männer und ein fester Stammtisch zum Kartenspielen oder ein Sonntagskaffeetreff standen auf den Ideenlisten der Anwesenden. Außerdem wollen die Bürger noch mehr Menschen dazu inspirieren, sich in der Gemeinde einzubringen – insbesondere auch Zugezogene sollen dazu motiviert werden.

„Es ist großartig, wie viele Ideen Sie alle bereits haben. Wir wollen Sie dabei unterstützen, dass diese auch Früchte tragen“, sagt Andrea Eckardt, die vom Fachbereich Omnibus an der FBS das Projekt in Weißenborn zusammen mit Helena Dilling betreut. Denn die FBS als Projektpartner sei nicht dazu da, Vorhaben zu bestimmen, sondern will individuell auf die Wünsche der Bürger eingehen. Die Ideen sollen aus der Mitte der Dorfgemeinschaft kommen, die FBS will dabei helfen, dass diese wachsen und gedeihen, etwa mit entsprechendem Know-how, der Koordination und finanziellen Mitteln.

Vorstellung am 8. Oktober

Offiziell in ihr Amt eingeführt und der Dorfgemeinschaft vorgestellt wird Helena Dilling am Freitag, 8. Oktober, im Rahmen der Eröffnungsfeier der neuen Begegnungsstätte (ehemalige Graburg-Schule). Beginn ist um 16.30 Uhr.

Die Gemeindearbeit in Weißenborn sei eine gute Basis für weiteres Zusammenwachsen der Gemeinschaft, sagt Kathrin Beyer, die das Projekt in Wehretal umsetzen will. Helena Dilling als Kümmerin vor Ort habe dabei für jeden ein offenes Ohr: Sei es die Seniorin, die Gesellschaft sucht, die jungen Mütter, die eine Spielgruppe etablieren wollen oder die Dorfjugend, die ein Herzensprojekt hat. „Ich kümmere mich um alle. Ich bin für alle da“, sagt sie. Wer ein Anliegen hat, könne sich an die Kümmerin vor Ort wenden.

In der Begegnungsstätte in Weißenborn hat die 42-jährige dreifache Mutter ein Büro für die Arbeit, bei der FBS ist sie für ihre Kümmerin-Aufgabe für sechs Stunden die Woche angesetzt. Aber auch so könne man sie stets unkompliziert ansprechen, wenn man sie zum Beispiel auf der Straße trifft. (Jessica Sippel)

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