Lichtsensor erkennt nicht jede Wetterlage – Abblendlicht sorgt für Sicherheit

Tipps für sicheres Ankommen - Nicht unsichtbar durch den Nebel fahren

Tagsüber trübe Suppe? Das Abblendlicht schalten Autofahrer besser selbst ein und verlassen sich nicht auf die eventuell vorhandene Lichtautomatik.
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Tagsüber trübe Suppe? Das Abblendlicht schalten Autofahrer besser selbst ein und verlassen sich nicht auf die eventuell vorhandene Lichtautomatik.

Polizei-Pressesprecher Jörg Künstler gibt Tipps für sicheres Fahren bei Nebel.

Werra-Meißner – In der aktuell dunklen Jahreszeit ist nicht nur eine intakte Beleuchtung am Auto von elementarer Bedeutung. Damit es sicher durch den Nebel geht, reicht ein kleiner Dreh an einem Schalter, den viele Autofahrer in diesen Tagen gerne vergessen und sich auf das Tagfahrlicht verlassen, das sie von hinten unsichtbar durch den Nebel fahren lässt.

„Die Lichtsensoren sind bei Nebel oder diesigem Wetter oftmals nicht in der Lage dieses auch so zu erkennen. Dies hat zur Folge, dass sich das Abblendlicht nicht automatisch einschaltet“, teilt Polizeisprecher Jörg Künstler auf Anfrage unserer Zeitung mit. Bei den momentan häufig auftretenden Sichtverhältnissen sollte man daher immer überprüfen, ob das Abblendlicht eingeschaltet ist. Zu erkennen ist das an der grünen Kontrollleuchte. „Letztendlich dient es der eigenen Sicherheit, nicht nur um besser zu sehen, vor allem auch, um selbst besser gesehen zu werden“, so Künstler. Auch Nebelscheinwerfer dürfen laut Polizei immer dann eingeschaltet werden, wenn die Sichtverhältnisse durch Nebel, starken Regen oder Schneefall erheblich behindert werden. „Für Nebelschlussleuchten gilt jedoch, dass diese nur bei Nebel und einer Sicht unter 50 Metern eingeschaltet werden dürfen“, betont der Kriminal-Hauptkommissar. Denn gelte zudem eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. „Übrigens besteht keine Verpflichtung zum Einschalten der Nebelschlussleuchte. Andersherum ist bei falscher Verwendung der Nebelschlussleuchte ein Verwarngeld von 20 Euro vorgesehen.“

Damit es sicher durch die dunkle Jahreszeit mit häufigem Nebel geht, hat die Polizei die folgenden Tipps:

- Überprüfen, ob das Abblendlicht eingeschaltet ist

-  Der Richtwert von einer Sichtweite unter 50 Metern für die Nebelschlussleuchte lässt sich an den Leitpfosten an der Straße gut überprüfen, da diese im Abstand von 50 Metern aufgestellt sind

-  Bei Nebel auf Fernlicht verzichten, dieses verschlechtert die Sicht

-  Grundsätzlich die Fahrgeschwindigkeit immer den Sichtverhältnissen anpassen. Dabei gilt die Regel: Je weniger ich sehe, umso langsamer und aufmerksamer sollte ich fahren (Konstantin Mennecke)

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