NICOLE RATHGEBER will frischen Wind in die Kreispolitik bringen

„Ich möchte mit meiner dynamischen Art was bewegen“

Tritt für die Freien Wähler an: Nicole Rathgeber aus Meinhard-Grebendorf.
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Tritt für die Freien Wähler an: Nicole Rathgeber aus Meinhard-Grebendorf.

Am kommenden Sonntag, 7. November, wird endgültig über den neuen Landrat oder die neue Landrätin des Werra-Meißner-Kreises entschieden. Friedel Lenze (SPD) und Nicole Rathgeber (Freie Wähler) haben es in die Stichwahl geschafft. Wir haben mit beiden über die Wahlbeteiligung, Ziele für den Kreis und Kritik aus dem Gegenlager gesprochen.

Seit der Wahl am Sonntag, haben mir unglaublich viele Menschen zum Einzug in die Stichwahl gratuliert. Sie haben mir versprochen, alle Freunde und Bekannten zu motivieren, auch zur Wahl zu gehen, um mich zu wählen. Das werde ich unterstützen, indem ich in vielen Orten präsent sein werde, mit den Menschen rede und auf die spannenden Zukunftsthemen der Region auch medial hinweise.

Wie gelangen Sie an die Stimmen der Wähler von Frank Hix und Daniel Herz?

Mit meinen Vorhaben, Bestehendes zu bewahren und innovativ Neues zu schaffen, stimme ich in vielen Punkten mit Frank Hix und Daniel Herz überein. Viele ihrer Wähler haben mir das mitgeteilt und zugesagt mir deshalb bei der Stichwahl ihre Stimme zu geben. In der noch verbleibenden Wahlkampfzeit werde ich auf die gemeinsamen Standpunkte hinweisen und dass ich für frischen Wind im Landkreis stehe.

Welches sind die wichtigsten drei Anliegen, die Sie in den ersten 100 Tagen Ihrer Amtszeit sofort umsetzen werden?

In der Kreisverwaltung werde ich mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen Gespräche führen und mich in allen Abteilungen vorstellen. Mein Ziel ist es, eine Grundlage für eine vertrauensvolle und ehrliche Zusammenarbeit zu schaffen. In allen Städten und Gemeinden werde ich mich bei Unternehmen, Vereinen, Behörden und Institutionen vorstellen, auch um zu erfahren, „wo der Schuh drückt“. Um das zu schaffen, werde ich mir in den 100 Tagen wenig Freizeit gönnen.

Was schätzen Sie an Ihrem Gegenkandidaten?

Der Wahlkampf mit Friedel Lenze war bei unseren gemeinsamen Auftritten immer auf Augenhöhe. Er ist fortwährend freundlich auf mich zugegangen und auch bei unterschiedlichen Ansichten sachlich geblieben. Ich habe seine ruhige, besonnene Art mir gegenüber immer als sehr angenehm empfunden. Ich danke ihm bereits jetzt für den zwischen ihm und mir äußerst fair geführten Wahlkampf der vergangnen Wochen.

In sozialen Netzwerken werden Sie von SPD-Mitgliedern auf Ihr Äußeres reduziert und Ihnen gleichzeitig Verwaltungsfähigkeiten abgesprochen. Ist das nicht frauenfeindlich und sollte 2021 der Vergangenheit angehören?

Wir befinden uns im Wahlkampf, wobei ich diese Zeit nicht als Kampfzeit verstehe, sondern als Zeit, meine Vorstellungen und Fähigkeiten vorzustellen. Mir geht es um die Zukunft und das Wohl des Werra-Meißner-Kreises. Allen, die mir Unfähigkeit unterstellen und mich auf mein Äußeres reduzieren, sage ich, ich werde meinen Mann mit geballter Frauenpower stehen und diese Reduzierungen sollten endlich ad acta gelegt werden.

Was entgegnen Sie Kritikern, die Ihnen mangelnde Verwaltungserfahrung vorwerfen?

Wo dieses Gerücht herkommt, weiß ich nicht. Meine fundierte Ausbildung als Volljuristin und meine beruflichen Tätigkeiten sollten für sich sprechen. Ich bin seit zwölf Jahren in einer der größten deutschen Bundesbehörden tätig, nehme täglich Verwaltungsaufgaben in unterschiedlichsten Bereichen wahr, habe Personalhoheit, Führungserfahrung und durfte Verwaltung von der Pike auf in zwei Rechtskreisen (SGB II und SGB III) lernen.

Warum soll man am 7. November Sie wählen?

Mir geht es um meine Heimat, diese möchte ich mitgestalten und mit meiner dynamischen Art etwas bewegen. Niemand soll mich wählen. Das kann und werde ich niemanden vorschreiben. Erfreut bin ich natürlich über jede Stimme, denn ich bin davon überzeugt, dass es genug Menschen im Werra-Meißner-Kreis gibt, die mir Vertrauen schenken und für eine erfolgreiche Zukunft des Werra-Meißner-Kreises stimmen.

Wem gebührt Ihr größter Dank, wenn sie gewählt werden?

In erster Linie natürlich allen, die mich mit ihrer Stimme beauftragt haben, ihre Erwartungen in mich zu erfüllen und allen, die mich unterstützt haben. Aber auch den Freien Wählern, die mir keine Vorschriften gemacht haben und ich so meine Vorstellungen zum Wohl des Werra-Meißner-Kreises unverblümt vorstellen konnte. Und vor allem meiner Familie und Freunden, die mich unterstützt haben. Danke.   (Tobias Stück)

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