FW-Kandidatin setzt sich gegen Friedel Lenze (SPD) durch

Nicole Rathgeber wird Landrätin im Werra-Meißner-Kreis

Glückwunsch an die Nachfolgerin: Noch-Landrat Stefan Reuß übergibt das Amt am 1. Januar an Nicole Rathgeber, Kandidatin der Freien Wähler.
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Glückwunsch an die Nachfolgerin: Noch-Landrat Stefan Reuß übergibt das Amt am 1. Januar an Nicole Rathgeber, Kandidatin der Freien Wähler.

Nicole Rathgeber setzt sich in der Stichwahl gegen Friedel Lenze durch und wird neue Landrätin im Werra-Meißner-Kreis.

Werra-Meißner – Der Werra-Meißner-Kreis wird ab dem kommenden Jahr zum ersten Mal seit seinem Bestehen keinen Sozialdemokraten an der Spitze seiner Verwaltung haben. Am Sonntag setzte sich die Volljuristin Nicole Rathgeber aus Meinhard-Grebendorf gegen den Berkataler Bürgermeister Friedel Lenze in der Stichwahl durch. Rathgeber erhielt 59,74 Prozent (19 434 Stimmen), auf Lenze entfielen 40,26 Prozent (13 098).

Nicole Rathgeber sprach in einer ersten Stellungnahme von einem „famosen Ergebnis“, das sie gemeinsam mit ihrem Team erzielt habe. 18 Wochen habe man gemeinsam gekämpft. Gleichzeitig lud sie die Fraktionen im Kreistag zur Zusammenarbeit ein. „Wir wollen Tolles für den Kreis erreichen, das können wir nur gemeinsam schaffen“.

Friedel Lenze gratulierte seiner Kontrahentin zum Wahlsieg, der sich früh abzeichnete. Er wünschte ihr Kraft und Erfolg und bot die Zusammenarbeit an. „Ich habe mit einem knappen Ergebnis gerechnet, hatte aufgrund meines Vorsprungs im ersten Wahlgang eine andere Erwartungshaltung“, sagte der 53-Jährige. Der Wähler habe seinen Wunsch, politisch etwas anderes auszuprobieren, deutlich ausgedrückt.

Vor zwei Wochen hatte Lenze mit 41,6 Prozent noch deutlich vor der zweitplatzierten Rathgeber gelegen, die 29,7 Prozent der Stimmen erringen konnte. Auf den Plätzen drei und vier landeten Bad Sooden-Allendorfs Bürgermeister Frank Hix (CDU) und sein Witzenhäuser Amtskollege Daniel Herz (parteilos). Nach der ersten Wahl hatten CDU und FDP angekündigt, nun Rathgeber zu unterstützen.

Um 19.12 Uhr waren alle 204 Wahlbezirke ausgezählt. Von den rund 82 000 Wahlberechtigten hatten knapp 33 000 ihre Stimme abgegeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 39,89 Prozent. Am schnellsten hatten die Wahlhelfer in der Gemeinde Berkatal ausgezählt, sie waren um 18.26 Uhr fertig. Berkatal war auch die einzige Gemeinde, in der Lenze mit 53,09 Prozent die Nase vorn hatte. Nicole Rathgeber holte im Ringgau mit 79,41 Prozent die meisten Stimmen.

Rathgeber tritt ihre neue Stelle zum 1. Januar an. Sie fogt auf Stefan Reuß, der zum Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen wechselt. Reuß sagte Rathgeber am Sonntagabend eine ordentliche Amtsübergabe und eine loyale Verwaltung zu. Den anderen Kreistagsparteien rief er zu, dass man den Kreis nur erfolgreich fortentwickeln könne, wenn man Dinge gemeinsam anpacke. 
(ts/nde)

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