Gesamter Verkehr wird durch den Ort geleitet

Gesperrter Schürzeberg-Tunnel: Forderung nach Fußgängerampel für Oberrieden

Rot für Fußgänger: Für die Ortsdurchfahrt von Oberrieden will Hessen-Mobil keine Ampel installieren. Archivfoto: Herzog

Die erneute Sperrung des Schürzeberg-Tunnels und die Folge, dass der gesamte Verkehr in dieser Zeit durch den Bad Sooden-Allendorfer Stadtteil Oberrieden geleitet wird, hat Ortsvorsteher Mario Babacz zum Anlass genommen, erneut eine Bedarfsampel für Fußgänger in der Dorfmitte zu fordern.

Diese Anlage solle vom Land Hessen installiert werden.

Nachdem der Tunnel nach der mehrmonatigen Sanierungsphase, in der an der Ortsdurchfahrt eine mobile Fußgängerampel aufgestellt worden, wegen Problemen mit der neuen Technik häufiger als nur zu den regelmäßigen Reinigungs- und Instandsetzungstagen für den Verkehr gesperrt wird, hatte der Ortsbeirat im April den Antrag auf eine dauerhafte Ampel gestellt.

Doch das Straßen- und Verkehrsmanagement Hessen Mobil wies das Begehren zurück. Dafür sei, weil die Ortsdurchfahrt Oberrieden zur Kreisstraße (K62) zurückgestuft wurde, die Stadt Bad Sooden-Allendorf zuständig.

Das bringt jetzt wieder Ortsvorsteher Mario Babacz auf die Palme: „Muss denn erst etwas passieren, bis Hessen Mobil handelt?“ Die Ortsdurchfahrt sei mit einer normalen Kreisstraße nicht zu vergleichen, sondern werde quasi „von jetzt auf gleich“ wieder zur B27, wenn der Tunnel dicht gemacht wird.

Mario Babacz

Da die K62 die offizielle Umleitungsstrecke für den Tunnel sei, müsse sie anders bewertet werden, sagt der Ortsvorsteher. Es könne nicht sein, die Verantwortung auf die Stadt abzuschieben. Da mache Hessen Mobil es sich zu einfach.

Babacz beklagt auch, dass „so gut wie keiner“ der Verkehrsteilnehmer sich an die Begrenzung auf Tempo 30 halte. Insbesondere Kinder und ältere Einwohner hätten große Probleme, die Durchgangsstraße, die den Ort teilt, zu überqueren.

Wenn Hessen Mobil und die Technikfirmen 500 Meter Tunnel nicht in den Griff bekämen, dann müsse eben eine Ampel her. Das Geld dafür müsste das Land doch haben, wenn es schon „so viele Millionen in den Tunnel investiert hat“.

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