Mit Olympiade und Aufführung der Karpfenfänger-Sage: 1000 Besucher feierten beim Weinfest

Gute Stimmung: 1000 Besucher genossen beim Weinfest den lauen Sommerabend und die guten Tropfen, so auch Hans und Traudl Kaudel (von links) sowie Ruth Gruber und Bärbel Illing. Fotos: Röß

Hessisch Lichtenau. An die 1000 Besucher tummelten sich am Freitag zum Auftakt des Weinfestes in Hessisch Lichtenau im Park am Karpfenfängerteich.

Das Weinfest ist nach seiner Premiere 2006 zum Hessentag auch neun Jahre danach in der Lossestadt noch der Renner - wenn das Wetter stimmt. Und das hätte am ersten Abend gar nicht besser sein können, ganz zur Freude des Bürgervereins Heli als Veranstalter und der vielen Besucher, die den lauen Sommerabend unter den Bäumen im Park bei bester Unterhaltung bis spät in die Nacht hinein genossen.

Gleich um 18.30 Uhr weckte die Weinolympiade das Interesse der zahlreichen Besucher, die an den Bierzeltgarnituren die Plätze in den Pavillons und unter den Bäumen im Park belegt hatten. Fünf Teams mit je drei Teilnehmern gingen in den drei Wettbewerben an den Start, bei denen es natürlich auch um das Thema Wein ging.

Geschmack, Kraft und Talent

Waren beim ersten Wettbewerb noch Konzentration und der Geschmackssinn gefragt, um einen trockenen Wein von einem halbtrockenen und einem lieblichen zu unterscheiden, waren im zweiten Durchgang Kraft und Ausdauer gefordert. Ein Weinfass musste bei laufender Stoppuhr fast über den ganzen Platz und wieder zurück gerollt werden. Im dritten Wettbewerb war Teamarbeit unerlässlich, um einen geöffneten Zollstock auf den sechs Zeigefingern balancierend gemeinsam auf dem Boden abzulegen.

Und wie bei der Premiere der Weinolympiade 2014 hatte das Team von den El Trinkos, der Band, die bis spät in die Nacht auf der Bühne für Unterhaltung sorgte, die Nase vorn. Auf Platz zwei landete das Team „Keine Ahnung, ich frag mal“ vor den drei Amazonen vom Lindenhof.

Das sommerliche Wetter bot auch den Lichtenauer Laienschauspielern einen idealen Rahmen, die Sage vom Karpfenfänger am Teich in Szene zu setzen. Günter Vogt las die Geschichte in Platt vor, Monika Walenta-Müller die hochdeutsche Übersetzung.

Der Sage nach hatte ein Bauer mit seinem Esel ungelöschten Kalk geholt und war auf dem Heimweg in einen Regenschauer geraten. Weil der feuchte Kalk auf dem Rücken des Tieres zu heiß wurde, trieb der Bauer den Esel in den Teich, das Tier ertrank.

Nachdem ein Lichtenauer etwas später beim Angeln nach einem Karpfen den Esel am Haken aus dem Wasser zog, hatten die Lossestädter den Beinamen „Karpfenfänger“ weg. (zlr)

Super Stimmung beim Weinfest am Karpfenfängerteich

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