Höhere Wertschätzung der Kirchenmusik gefordert

Die Orgel bleibt wichtig für die Kirche

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Das Synodenteam: (von links) Pfarrer Frieder Brack (Witzenhausen), Präses Ronald Gundlach (Bad Sooden-Allendorf) sowie als Stellvertreter Lars Reuter (Fürstenhagen) und Pfarrer Dirk Rehbein (Walburg) vertreten den Kirchenkreis Witzenhausen in der Landessynode. 

Eichenberg-Dorf. Das Herbstsynode des Kirchenkreises Witzenhausen hat die Rahmenpläne Jugendarbeit und Kirchenmusik verabschiedet und ihre Vertreter für die Landessynode gewählt.

Ronald Gundlach und Pfarrer Frieder Brack werden den Kirchenkreis Witzenhausen in der Landessynode der Evangelischen Landeskirche Kurhessen-Waldeck vertreten. Die Synode des Kirchenkreises Witzenhausen wählte bei ihrer Herbstsitzung im Dorfgemeinschaftshaus von Eichenberg-Dorf den ehemaligen Bürgermeister Bad Sooden-Allendorfs und den Witzenhäuser Geistlichen mit großen Mehrheiten wieder.

Zu Stellvertretern wurden Pfarrer Dirk Rehbein aus Walburg und Lars Reuter aus Fürstenhagen bestimmt.

Neben den Personalentscheidungen stand die Vorstellung und Verabschiedung der Rahmenpläne für Kirchenmusik und Jugendarbeit auf der Tagesordnung.

„Die demographische Entwicklung wird Kinder und Jugendliche zu einer hoch umworbenen Gruppe werden lassen und wir sollten so viel Kraft wie möglich genau hier einsetzen, wenn wir Volkskirche bleiben wollen“, zitierte Pfarrer Dr. Daniel Bormuth (Bad Sooden) bei der Vorstellung des Planes für die Jugendarbeit Landesbischof Dr. Martin Hein.

Immerhin drei Jugendarbeiter sind zurzeit im Kirchenkreis beschäftigt. Ihre Tätigkeit wird durch Zuweisungen der Landeskirche und die Kirchenkreisumlage finanziert. Für die Zukunft sieht Bormuth eine enge Kooperation zwischen Gemeinde und den Jugendarbeitern, die Verknüpfung von Kinder- und Jugendarbeit mit der Konfirmandenarbeit und ein Mix aus lokaler und überregionaler Arbeit.

Einstimmige Beschlüsse

Den Rahmenplan Kirchenmusik trug Bezirkskantor Christoph Weik vor. Danach ist Kirchenmusik ein Zugang zur Kirche. Notwendig sind allerdings Reaktionen auf gesellschaftliche und kirchliche Veränderungen. Vernetzungen mit anderen Kulturträgern sollen angestrengt werden. Für Weik ist die Orgel nach wie vor wichtig, aber auch die Förderung von anderen Begleitinstrumenten. Engagiert forderte er eine höhere Wertschätzung der Kirchenmusik und der Musiker. Die Jungbläserarbeit soll weiterhin unterstützt werden.

Beide Rahmenpläne wurden von der Kirchenversammlung einstimmig beschlossen.

Finanzielle Auswirkungen haben die Rahmenpläne - der für die Diakonie war bereits im Frühjahr beschlossen worden - nicht. „Eine Haushaltsdebatte führen wir an diesem Abend noch nicht“, hatte Dekanin Ulrike Laakmann in ihrem Bericht gesagt. Dies werde erst im Frühjahr 2016 im Zusammenhang mit der Beratung des Haushaltsplanes geschehen. (zgg)

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