Orientierung fiel schwer beim Ritt des Ländlichen Reitvereins

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Heimatkunde: Bevor es für die Teilnehmer beim Lichtenauer Orientierungsritt im Wald belegte Brötchen und etwas zu trinken gab, mussten sie Fragen beantworten. Von links: Sandra Ludwig, Denise Kniese, Lena Phillipent und Gerd Popis.

Retterode. Der Ländliche Reitverein Hessisch Lichtenau hat wieder einen Orientierungsritt veranstaltet. Das Motto des Ausritts lautete diesmal Unterwegs in Nordhessen. Wer sich gut auskannte, der hatte schon einmal eine gute Basis für den späteren Erfolg.

„Wie viele Einwohner zählt der Werra-Meißner-Kreis“ wollte Michaela Popis vom Reitverein wissen. „103.750“ antwortete Norina Simon wie aus der Pistole geschossen. „Woher weißt du das so genau“, reagierte Popis völlig überrascht über die schnelle und richtige Antwort. „Ja, ich habe eben Google zum Freund“ antwortet der Teenager. So wie Norina Simon und ihrer Teampartnerin wurden allen 30 Teilnehmern beim Orientierungsritt die gleichen Fragen gestellt.

Zwölf Kilometer

Nach dem ersten Fragenkomplex ging’s dann erst einmal raus in die Natur. Zwölf Kilometer lang war der Rundkurs, den Pferd und Reiter zu absolvieren hatten. Hier konnte auch die Suchmaschine Google keinen Freundschaftsdienst mehr leisten, denn zur Orientierung hatten die Teams eine Geländekarte in die Hand bekommen.

Möglich, dass die Verantwortlichen im Verein überlegen, den Teilnehmern künftig für unterwegs ein Navigationsgerät zu empfehlen, denn so manches Team war deutlich von der geplanten Route abgekommen und hatte dadurch auf dem Weg zur Verpflegungsstation im Wald nahe Reichenbach mächtig gestreckt.

Beim Imbiss gut gestärkt konnten diejenigen noch einmal gut punkten, die sich in der Heimat gut auskannten und auf Fragen wie nach dem Alter der Ruine Reichenbach, der Quelle der Fulda oder dem einzigen nordhessischen Nationalpark die richtigen Antworten wussten.

Dann ging’s Richtung Reithalle an der Spangenberger Straße, wo ein abschließendes Programm mit kniffligen Aufgaben auf die Teilnehmer wartete. Möglich, dass Norina in der Platzierung unter den zehn Teams weiter vorn gelandet wäre, hätte sie ihrem Freund Google nur etwas mehr Zeit gewidmet.

So reichte es für sie zusammen mit Partnerin Christina Buchbach lediglich für Platz sieben. Es siegte das Team Simone Sprenger, Christine Link und Stefanie Kempf vor dem Team Janika Bolte und Jonas Popis. Platz drei belegte das Quartett Jana Ludwig, Ricarda Stöneberg, Vanessa Gebhard und Kim Schneider. (zlr)

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