Lichtenau e.V. und Kreis-Kliniken streben Kooperation an

Orthopädische Klinik schreibt Verluste

Bad Sooden-Allendorf /Hessisch Lichtenau. Die Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau befindet sich in einer finanziellen Schieflage. Während der Verein mit seinen Einrichtungen beinahe „eine schwarze Null“ schreibe, „geht es der Klinik etwas schlechter“. Das sagte Otmar Thielemann, kaufmännischer Vorstand von Lichtenau e.V., am Freitag auf einer Pressekonferenz in Bad Sooden-Allendorf.

Aufsichtsratschef Dr. Volker Knöppel, zugleich Vizepräsident der Evangelischen Kirche Kurhessen Waldeck, bekräftigte, dass Lichtenau e.V. kein Liquiditätengpass drohe. „Wir sind kein akuter Sanierungsfall.“ Darüber sollten Freitagnachmittag auch die etwa 1100 Mitarbeiter von Lichtenau e.V. informiert.

Das Guthaben von Lichtenau e.V. gehe weit über den Wert von einer Million Euro hinaus, sagte Thielemann. Mit einer Eigenkapital-Quote von 17 Prozent bestehe kein Anlass zur Sorge. In den vergangenen eineinhalb Jahren seien Schulden in Höhe von 1,5 Millionen Euro abgebaut worden. Genaue Angaben zur aktuellen finanziellen Situation machten weder Thielemann noch Knöppel.

Ab September sollen sich die Geschäftsführer der Klinik-Holding des Werra-Meißner-Kreises, Christoph Maier und Prof. Ulrich Vetter, einen Überblick über die Bücher der Orthopädischen Klinik verschaffen. Dafür werde ein Managementvertrag über sechs Monate mit Maiers und Vetters Arbeitgeber, der DFG Beratungs- und Betriebsführungsgesellschaft, abgeschlossen. Zudem soll ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer die Bilanzen unter die Lupe nehmen.

Ziel der Prüfung ist es, Wege für eine Kooperation zwischen Orthopädischer Klinik und Klinik-Holding des Werra-Meißner-Kreises auszuloten. Noch sei aber nicht entschieden, wie und ob beide Unternehmen zusammengeführt werden, betonte Landrat Stefan Reuß (SPD).

Mehr zu diesem Thema in der Samstagsausgabe der HNA.

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