Touristische Erschließung bei Schwebda

Ostufer Werratalsee: Drei verbliebene Investoren sind jetzt Favoriten

Heiß begehrt: Das Ostufer des Werratalsees soll jetzt weiter touristisch erschlossen werden. Drei der vier Investoren haben den Zuschlag bekommen. Archivfoto: Greim
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Heiß begehrt: Das Ostufer des Werratalsees soll jetzt weiter touristisch erschlossen werden. Drei der vier Investoren haben den Zuschlag bekommen. Archivfoto: Greim

Die Frage, wer am Ostufer des Werratalsees bei Schwebda investieren darf, scheint geklärt. Der Gemeindevorstand hat empfohlen, alle drei verbliebenen Interessen zu berücksichtigen.

Grebendorf – Nach dem Rückzug des Projekts Heimathafen sind die drei verbliebenen Investoren gleichermaßen Favorit auf eine Ansiedelung am Ostufer des Werratalsees bei Schwebda. Diese Empfehlung hatte der Gemeindevorstand zumindest dem Parlament mit auf den Weg gegeben, das am Donnerstagabend eine endgültige Entscheidung aber noch mal vertagt hat.

So lange das Projekt Heimathafen im Gespräch war, gab es nur ein Entweder-oder: Keiner der drei anderen Investoren konnte sich vorstellen, mit Christian Mehler gemeinsam das Ostufer gastronomisch und touristisch zu erschließen. Nach seinem Rückzug wurden die Karten neu gemischt. Alle anderen Investoren waren, wie sie bei einer Präsentationsrunde im Juni und Juli bekundeten, gewillt, mit den anderen Interessenten zusammenzuarbeiten und nebeneinander zu existieren.

Naturcamp Meinhard

Der Verein Werratalsee Naturcamp Meinhard bietet „Basic-Camping“ an. Familien, Radfahrer, Pfadfinder, Schulklassen werden angesprochen. 15 000 Übernachungen zählte man in den vergangenen sechs Jahren. Künftig könne man regionale Produkte vermarkten, überregionale Sportevents generieren, den Strand um ein Schlammbad erweitern und einen Streichelzoo einrichten.

Gastronomie Wiesmann

Die Grebendorfer Familie Sauer/Wiesmann will am Ostufer in erster Linie eine Gastronomie errichten. Auf einem Gelände südlich des bestehenden Naturcamps Meinhard soll in einer nachhaltigen Architektur aus Holz, verglaster Front zum See und einer Außenterrasse für jeweils 50 bis 60 Gäste in Innenbereich und Terrasse ein Restaurant entstehen.

Errichtet werden soll das Hauptgebäude im Landhaus- oder Chalet-Stil. Der Platzbedarf für das Gebäude umfasst rund 400 Quadratmeter. Darüber hinaus sollen auf dem Grundstück der Familie in einem ersten Schritt zirka 20 Stellplätze für Wohnmobile entstehen. Fertigstellung: Sommer 2023.

Schwimmhäuser Oßwald

Die Thüringer Unternehmerin Steffi Oßwald will am Ostufer bei Schwebda in einem ersten Schritt vier bis fünf schwimmende Ferienhäuser bauen – fest verankert an einem circa 45 Meter langen Steg, der in den See ragt. Die nicht motorisierten Häuser sind zirka vier bis fünf Meter breit und 14 Meter lang, sollen eine Terrasse haben und mit zwei Schlafzimmern einer Familie Platz bieten. Nach den Vorstellungen der Unternehmerin, die am Ostufer etwa eine Million Euro investieren würde, sollen die Ferienhäuser ganzjährig vermietet werden. Optional wäre eine Erweiterung um noch mal vier bis fünf Häuser. Fertigstellung: Mitte 2023.

Stimmen aus der Gemeindevertretung

ÜWG-Fraktionsvorsitzender Rolf Eyrich bezeichnete die Dreier-Lösung als zweite Wahl. Die beratende Kommission habe zweimal mit 73 Prozent Zustimmung für den Heimathafen plädiert. Michael Pack (SPD) widersprach dem Vorwurf, der Ortsbeirat Schwebda habe Mehlers Engagement verhindert. Ähnlich sieht es Guido Hasecke (CDU), der Mehlers Rückzug bedauert, den anderen drei Investoren aber die volle Unterstützung zusagte. Bernhard Mensing (CDU) wünschte sich eine erneute Stellungnahme des Ortsbeirats Schwebda und schlug die weitere Beratung in den Ausschüssen vor. (Tobias Stück)

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