Schnelles Internet durch Breitband Nordhessen

Pandemie sorgt für Verzögerung: Nur sechs Schulen gehen bis Jahresende ans Glasfasernetz

Der Anschluss ist Grundlage für eine Digitalisierung des Unterrichts und bietet neue Möglichkeiten der Lehre und Kommunikation.
+
Der Anschluss ist Grundlage für eine Digitalisierung des Unterrichts und bietet neue Möglichkeiten der Lehre und Kommunikation.

Lediglich sechs Schulen im Werra-Meißner-Kreis werden bis Jahresende mit einem Glasfaserdirektanschluss versorgt. Das berichtet die Breitband Nordhessen GmbH (BNG) auf Anfrage unserer Zeitung.

Werra-Meissner – Damit gehen weniger als die Hälfte der geplanten Schulen an das schnelle Netz, wie es im Sommer noch geplant war. Damals verkündete Breitband Nordhessen, dass 17 Schulen bis Jahresende angeschlossen würden.

Die Coronapandemie habe der Gesellschaft einen Strich durch die Rechnung gemacht, berichtet Geschäftsführerin Kathrin Laurier. Im Laufe des Jahres habe Corona eine Vielzahl von Verzögerungen ausgelöst. „Die Kommunen und Kreise, auf deren Zusammenarbeit wir angewiesen sind, mussten neue Aufgaben unter erschwerten Bedingungen erfüllen. Persönliche Kontakte waren nur eingeschränkt möglich, während man ein Glasfaserkabel nicht vom Homeoffice aus verlegen und anschließen kann.

Die Hausübergabepunkte und technische Geräte zur Installation am Übergabepunkt, wurden wegen Corona verspätet geliefert. Und in manchen Teams, die in Handwerksleistung am Projekt arbeiten, kam es zu einzelnen Coronainfektionen und damit zur Quarantäne aller unmittelbar zum Team gehörenden Kollegen, erklärt Kathrin Laurier. Fertiggestellt werden bis Ende des Jahres die Valentin-Traudt-Schule, die Hirschbergschule und die Bilsteinschule in Großalmerode, die Südringgauschule in Herleshausen sowie die Adam-von-Trott-Schule in Sontra und die Wiesenschule in Ulfen. „Der Anschluss ist Grundlage für eine tiefgreifende Digitalisierung des Unterrichts und bietet nicht nur in Coronazeiten neue Möglichkeiten der Lehre und Kommunikation für das Lehrpersonal und die Schülerschaft“, sagt Landrat Stefan Reuß.

Nicht wie geplant berücksichtigt werden Bildungseinrichtungen in Rommerode, Meißner (Grundschule, Feuerwehrheim und Jugenddorf), Neu-Eichenberg, Ringgau, Wanfried und Hundelshausen sowie die Jugendburg Ludwigstein.

Die Verzögerung betrifft nicht nur den Werra-Meißner-Kreis, sondern Schulen in allen fünf beteiligten Landkreisen Kassel, Hersfeld-Rotenburg, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner.

Statt wie im Sommer geplant, 91 Schulen anzuschließen, werden es am Ende des Jahres nur 51 sein. Der Anschluss ist Teil der Gigabitstrategie der BNG für Nordhessen, die auf einen Anschluss möglichst aller Gebäude ans Glasfasernetz zielt.

Der Anschluss der insgesamt 91 Schulen kostet fünf Millionen Euro, von denen 50 Prozent der Bund, 40 Prozent das Land und zehn Prozent die Landkreise als Gesellschafter der BNG finanzieren. Anfang 2021 soll der Ausbau nach der gegenwärtigen Planung fortgesetzt werden, um die weiteren 40 Schulen im Ausbaugebiet der BNG anzuschließen, wenn sich keine weiteren Hindernisse – wie ein ungewöhnlich harter Winter – einstellen. (Tobias Stück)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.