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Parkplatzverkehr soll in Eschwege geschickter gelenkt werden

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Von: Tobias Stück

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Könnten kostenpflichtig werden: Die Parkplätze Vor dem Berge – bislang nicht reglementiert – könnten zu den Flächen werden, auf denen nur noch Anwohner kostenlos parken dürfen.
Könnten kostenpflichtig werden: Die Parkplätze Vor dem Berge – bislang nicht reglementiert – könnten zu den Flächen werden, auf denen nur noch Anwohner kostenlos parken dürfen. © Tobias Stück

Im Stadtgebiet von Eschwege gibt es genügend Parkplätze, sie sind allerdings ungünstig verteilt. Zu diesem Ergebnis kommt die IKS Mobilitätsplanung, die von der Stadt Eschwege mit einem neuen Parkraumkonzept beauftragt wurde.

Eschwege - In einer Videokonferenz hat Geschäftsführer Andreas Schmitz der Bevölkerung einen Zwischenstand der Planungen mitgeteilt. Aufgabe sei es jetzt, durch veränderte Regeln die Parkraumnutzer geschickter zu lenken.

Parken ist Verteilungsproblem

„Parken ist immer ein Verteilungsproblem“, sagte Schmitz gestern vor rund 30 Eschwegern in einer Videokonferenz. Dort, wo alle hinwollten, sei nicht immer etwas frei. In Eschwege beträfe das in erster Linie den Marktplatz und die Marktstraße. Ein weiteres Problemareal habe man rund um das Klinikum ausgemacht. Hier sind mehr als 70 Prozent der Stellplätze durch Langzeit- und Dauerparker (vier Stunden und länger) belegt.

Langzeitparker aus Stadtmitte verdrängen

Um die Parkströme neu zu verteilen, verfolgt das Planungsbüro das Ziel, die Langzeitparker aus dem Zentrum zu verdrängen. Im Innenstadtbereich sollen Kurzzeitparker für mehr Frequenz und damit für häufiger freie Parkplätze sorgen. Als Empfehlung haben die Planer deshalb zusätzliche kostenpflichtige Parkplätze ins Spiel gebracht. Die Anzahl soll von etwa 340 auf rund 760 steigen. Das wären 320 zusätzliche gebührenpflichtige Parkplätze. Folgende Parkflächen könnte man umwandeln:

.  die Parkplätze Vor dem Berge (Volkshochschule);

.  die Fläche des ehemaligen Busbahnhofs an der Wiesenstraße;

.  die Parkgebühren von Marktplatz und Marktstraße gleichsetzen;

.  auf den Parkflächen in einem Umkreis von 200 Metern rund um das Klinikum eine Gebühr erheben.

Anwohner müssen nicht zahlen

Anwohner in Eschwege sollen in diesen kostenpflichtigen Parkbereichen ihr Auto kostenlos abstellen dürfen. „Mit einer Gebühreneinführung rund um das Krankenhaus könnte eine Reduzierung der Langzeit- und Dauerparker um 20 Prozent erreicht werden“, sagt Schmitz. Mitarbeiter des Klinikums können derzeit für 80 Cent auf dem Parkdeck am Krankenhaus parken.P

Absage für Abschaffung der Parkgebühr

Einer Abschaffung der Parkgebühren in der Eschweger Innenstadt erteilte Schmitz aus seiner Sicht eine Absage. Dr. Michael Ludwig (IHK) und Jochen Grüning (FWG) hatten diese Variante ins Spiel gebracht, um einen Standortvorteil für die Geschäfte in der Innenstadt zu bewirken. „Kostenfreie Parkplätze ziehen Parksuchverkehr nach sich und Dauerparker an“, sagte Schmitz. Damit hätte man nichts gewonnen, weil der Verkehr in der Eschweger Innenstadt zunehmen würde und die Stellflächen dennoch nicht frei seien.

Zu der Onlineveranstaltung hatten sich am Montagabend insgesamt 40 Eschweger angemeldet, 33 nahmen in der Spitze tatsächlich teil. Nach zwei Runden (im Oktober in der Stadthalle und jetzt online) mit den Eschweger Bürgern wird die IKS Mobilitätsplanung jetzt ein finales Konzept erarbeiten, über das die Eschweger Gremien entscheiden müssen. (Tobias Stück)

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