Gemeindevertretung Herleshausen

Persönliches Interesse ausblenden: Wahlsieger WSRG wird mit CDU koalieren

Ziehen in die Gemeindevertretung Herleshausens ein: (von links) Carolin Gisselmann, Andreas Mill, André Borghorst, Walter Göpel und Manfred Kraus.
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Ziehen in die Gemeindevertretung Herleshausens ein: (von links) Carolin Gisselmann, Andreas Mill, André Borghorst, Walter Göpel und Manfred Kraus.

Kurz vor der konstituierenden Sitzung in der Gemeinde Herleshausen trafen wir die Mitglieder der WSRG, die in die Gemeindevertretung einziehen werden.

Herleshausen – „Für uns ist es ein historisches Ergebnis“, sagt Manfred Kraus von der Wählergemeinschaft Südringgau (WSRG) nach der Kommunalwahl und kurz vor der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung in der Gemeinde Herleshausen. Im WR-Gespräch teilten die WSRG-Mitglieder mit, dass sie mit der CDU Herleshausen im Gemeindeparlament koalieren. Gespräche zwischen den Parteien hatten in der vergangenen Woche stattgefunden.

Die WSRG ging aus der Kommunalwahl als Wahlsieger hervor. Auch wenn alle Parteien in der kommenden Legislaturperiode fünf Sitze in der Gemeindevertretung und zwei im -vorstand besetzen können, die WRSG hatte den größten Zulauf an Wählerstimmen: 10,3 Prozentpunkte mehr als noch 2016. Die CDU hatte 0,1 Prozentpunkte mehr, die SPD verlor 10,4.

Für die „Zustimmung und das damit ausgedrückte Vertrauen“ der Wählerinnen und Wähler in der Gemeinde Herleshausen seien die WSRG-Mitglieder nicht nur dankbar, sie wollen es nutzen, um weiterhin die Gemeinschaftsinteressen in den Vordergrund zu rücken. „Persönliche Interessen müssen in der Politik ausgeblendet werden und dürfen eben gerade nicht Motivation für eigenes Handeln sein“, erklärt Kraus.

In der Gemeindevertretung werden Carolin Gisselmann, Manfred Kraus, Walter Göpel, Andreas Mill und André Borghorst sitzen. In den Gemeindevorstand schickt die WSRG Gero von Randow und Udo Helmerich. Die Mitglieder wollen mit der CDU zusammen weiterhin den Bürgermeister der Gemeinde Herleshausen unterstützen, erklären die WSRG-Mitglieder. „Endlich jemand mit Visionen, der nicht nur verwaltet“, sagt von Randow.

Für die Koalition habe man sich entschieden, weil die „vertrauensvolle Arbeit“ mit der CDU in den vergangenen Jahren fortgeführt werden solle. „Natürlich, wie es sich in einer Demokratie gehört, haben wir mit allen Parteien gesprochen“, erklärt Kraus.

Warum ist es keine Koalition mit der SPD geworden? Weil die WSRG-Mitglieder mit unterschiedlichen Eindrücken aus dem Gespräch mit den Sozialdemokraten herausgegangen seien. Während Walter Göpel und Carolin Gisselmann auch einer Koalition mit der SPD positiv gegenüberstanden, hätten etwa Gero von Randow und Udo Helmerich dies anders gesehen, wie sie erklären.

„Die Untertöne in dem Gespräch deuteten nicht auf eine gute Zusammenarbeit hin“, sagt von Randow. Doch auch wenn es keine Koalition mit der SPD wurde, die kommenden Jahre sollen auch genutzt werden, um besser zusammenzuarbeiten, sagt Gisselmann. „Wir wollen nicht ständig gegeneinander arbeiten“, sagt Göpel.

„Parteipolitik hat nichts in einem Gemeindeparlament zu suchen“, sagt Helmerich. Darin seien sich alle einig, wie die anderen bestätigen. Die WSRG-Mitglieder sehen es aber auch als Chance und Stärke an, dass sie unterschiedliche Sichtweisen und Meinungen haben und diese in den nächsten fünf Jahren in die Arbeit im Gemeindeparlament einbringen könnten.

Hinweis: Die konstituierende Sitzung der Gemeindevertretung in Herleshausen findet am Mittwoch, 21. April, statt. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle des Gemeinschaftshauses.

Von Hanna Maiterth

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