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Perspektive für den TSV Grebendorf: Ein neues Team signalisiert Bereitschaft

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Von: Stefanie Salzmann

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Matthias Mengel
Matthias Mengel © Stefanie Salzmann

Grebendorf – Noch ist die Kuh nicht vom Eis. Aber für den TSV Grebendorf, dem mangels erstem Vorsitzenden die Auflösung drohen könnte, zeichnet sich zumindest eine Perspektive ab.

Zwar wurde am vergangenen Sonntag auf der Jahreshauptversammlung des 1907 in Grebendorf gegründeten Turnvereins noch kein neuer Vorstand gewählt, dafür hat aber ein vierköpfiges Team aus der aktiven Handballsparte signalisiert, den Generationenwechsel im Vorstand des Vereins zu vollziehen.

Die Gruppe will zunächst ein halbjähriges Vorstandspraktikum absolvieren, um den aktuellen Amtsinhabern über die Schulter schauen können. Danach muss eine Entscheidung fallen, da dem Verein sonst die Auflösung droht, weil der Posten des Ersten Vorsitzenden seit zwei Jahren vakant ist und nur kommissarisch geführt wird.

„Wir sind auch ganz zuversichtlich“

Mit dem Ergebnis der Mitgliederversammlung, an der am Sonntag 33 der 450 Mitglieder teilnahmen, zeigt sich Matthias Mengel als einer der beiden Zweiten Vorsitzenden zufrieden. „Das ist eine Perspektive und wir sind auch ganz zuversichtlich“, sagt er.

Mit dem neuen Team habe man vereinbart, ihm mit Rat und Tat auch weiter zu Seite zu stehen. So würde auch künftig der alte Vorstand im erweiterten Gremium mitarbeiten. Schriftführerin Susanne Reitz würde ihre Aufgabe weiter wahrnehmen und Isabell Menthe – bisher Beisitzerin – soll als zweite Schriftführerin einen Fokus auf die Öffentlichkeitsarbeit des TSV Grebendorf – vor allem in den sozialen Medien legen. „Da müssen wir mit dem Zeitgeist gehen und in Isabell Menthe haben wir eine junge, toughe Frau dafür an Bord.“ Ein erstes Treffen des bisherigen Vorstandes und der neuen Gruppe sei laut Mengel bereits für Ende dieser Woche vereinbart worden.

Pandemie setzt zu

Auch für einige andere Sparten zeichnen sich Perspektiven ab, darunter das Kinderturnen, das jetzt von zwei neuen Übungsleiterinnen übernommen wird. Zugesetzt hatten dem Traditionsverein zuletzt auch die Pandemie.

„Viele Aktivitäten sind einfach zum Erliegen gekommen und auch das öffentliche Leben des Vereins, etwa beim Osterfeuer, Maibaum- oder Heimatfest ist ausgefallen“, so Mengel.

In den vergangenen Jahren bereits hat sich eine Frauen-Gymnastikgruppe aufgelöst. Eine andere Gruppe, der die Damen 80-Plus angehörten, werden nach Mengels Einschätzung nach der langen Coronapause nicht wieder aktiv werden. Eine andere Damengruppe 60-Plus sei aktiv und gut besucht, ebenso eine Herren-Sportgruppe.

In den vergangenen Jahren hat der Vorstand des TSV Grebendorf immer wieder, auch öffentlich, auf die prekäre Lage hingewiesen – zuletzt auf der Jahreshauptversammlung im September vorigen Jahres. Foto: Stefanie Salzmann

Von Stefanie Salzmann

Seit jeher ein wichtiger Bestandteil des TSV Grebendorf: Die Handballsparte besteht seit mehr als 100 Jahren. Aus ihr heraus könnte sich jetzt auch der neue Vorstand bilden.
Seit jeher ein wichtiger Bestandteil des TSV Grebendorf: Die Handballsparte besteht seit mehr als 100 Jahren. Aus ihr heraus könnte sich jetzt auch der neue Vorstand bilden. © TSV Grebendorf

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