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Perspektiven 2022 mit 70 Unternehmen - Messe hilft bei Berufswahl

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Von: Eden Sophie Rimbach

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Interessiert dabei: (von links) Helene Amlung, Eileen Paschke und Charlotte Tönnies (alle 16) informieren sich bei Volontär Marius Gogolla am Stand der Werra-Rundschau über Ausbildungsmöglichkeiten.
Interessiert dabei: (von links) Helene Amlung, Eileen Paschke und Charlotte Tönnies (alle 16) informieren sich bei Volontär Marius Gogolla am Stand der Werra-Rundschau über Ausbildungsmöglichkeiten. © Eden Sophie Rimbach

Schüler informierten sich bei der Berufsmesse „Perspektiven 2022“ in den beruflichen Schulen in Eschwege, welche beruflichen Möglichkeiten die Region zu bieten hat.

Eschwege – Über 70 Aussteller informierten bei der Berufs- und Bildungsmesse „Perspektiven 2022“ am Freitag über Ausbildung, Studium und Praktikum. Schüler mehrerer Mittel- oder Oberstufen aus dem Werra-Meißner-Kreis nutzten die Messe in den Beruflichen Schulen zur Orientierung.

Ziemlich sicher ist sich Eileen Paschke nun, die Messe habe der 16-Jährigen gezeigt, welche Ausbildung zu ihr passt. Gemeinsam mit den gleichaltrigen Schülerinnen Helene Amlung und Charlotte Tönnies war sie aus Bad Sooden-Allendorf nach Eschwege gekommen. Sie berichten, dass die Coronapandemie die Berufsorientierung erschwert habe und unter anderem Praktika entfielen.

„Ich war vor allem bei den sozialen Ständen“, sagt Helene Amlung auch mit Blick auf ausstellende Hochschulen und Universitäten. Um Inspiration bei der beruflichen Orientierung zu finden, hatte sie gemeinsam mit Eileen Paschke jeden der über 70 Stände besucht.

75 Aussteller hatten sich für „Perspektiven 2022“ angemeldet. Erfreut über diese Resonanz waren Dr. Lars Kleeberg, Wirtschaftsförderung Werra-Meißner, und Dr. Michael Ludwig, IHK Kassel-Marburg. Ludwig: „Das ist noch kein Rekord, aber wieder so viel wie vor der Pandemie.“

Kleeberg weiß: „Um den Fachkräftemangel der Unternehmen abzuwenden, müssen wir jungen Menschen mehr berufliche Orientierung bieten.“ Das Studium sei für viele Oberstufenschüler nicht der richtige Weg, wie viele Studienabbrecher zeigten. Er bedauere, dass sich Unternehmen nicht direkt an Schulen wenden dürften, sondern einzig Messen wie diese umsetzbar seien. „Eine Berufsorientierung schon in Gymnasialklassen wäre sinnvoll“, erklärt Kleeberg.

Dass junge Menschen oft noch nicht wüssten, wie es nach dem Abschluss für sie weitergehen soll, sagt Jürgen Schmitz, Volunta. Der freiwillige Einsatz bei einer der internationalen Einsatzstellen sei eine tolle Orientierung und führe teilweise zur späteren Ausbildung. Mit einem Lächeln sagt er: „Es ist möglicherweise ein Jahr langes Vorstellungsgespräch.“

Einen Einblick in einen Aufgabenbereich des Amtes für Bodenmanagement gab dieses anschaulich mit einem Modell. Von über 50 Gesprächen und Interessierten an Ausbildung oder Praktikum berichteten die Verantwortlichen am Ende der sechsstündigen Messe. Die Teilnahme sei erfolgreich gewesen.

Ebenso beurteilt Nina Baum ihren Messe-Besuch. Die 17-Jährige möchte in zwei Jahren ihr Fachabitur Maschinenbau machen und sagt, dass „Perspektiven 2022“ eine gute Orientierungshilfe gewesen sei. Besonders bei der Frage danach, wo sie sich bewerben möchte, habe der Besuch geholfen.

„Das ist natürlich ein schönes Forum, das man sich informieren kann“, lobt ihr Vater Markus Baum. Da sich viele Unternehmen an einem Ort vorstellen, erhalte man einen großen Überblick und könne sich ausgehend davon besser entscheiden. (Eden Sophie Rimbach)

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