Kinder bringen sich bei Stadtgestaltung ein

Pfadfinderstamm: Die Bäume auf dem Marktplatz sollen bleiben

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Die Kinder vom Pfadfinderstamm Witta Witzenhausen hatten sich bereits im vergangenen Jahr mit der Umgestaltung des Marktplatzes befasst und jetzt ihre Wünsche und Vorstellungen noch einmal aufgemalt.

 „Die Bäume müssen bleiben“, sind sich die Kinder vom Pfadfinderstamm Witta aus Witzenhausen einig. Sie fordern, dass Ihre Wünsche, die aie schon 2018 geäußert hatten, berücksichtigt werden.

Im Zuge des Kinderstadt-Planungsprojektes „Unser Traum-Marktplatz“ hatten sie im vergangenen Jahr zusammen mit der Kinder- und Jugendmoderatorin Silvia Hable in sechs Modulen den Witzenhäuser Marktplatz analysiert, bewertet und darauf aufbauend Zukunftsmodelle erstellt.

Die 20 Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis zehn Jahren hatten damals schon ganz genaue Vorstellungen, wie ihr Traummarktplatz aussehen sollte. Es entstanden viele bunte Modelle aus unterschiedlichen Materialien, mit Wasserrutschen, Spielplatz, Telefonzellen und Blumenarrangements. In keinem einzigen Modell, das die Kinder angefertigt hatten, fehlten die Platanen, die auf dem Marktplatz stehen, sie hatten sie immer ganz selbstverständlich mit in ihre Planung eingebaut.

Viele der Kinder hatte das Thema Marktplatz seitdem nicht losgelassen. Sie wollten nun wissen, was daraus geworden ist und warum Zettel an den Bäumen hängen. Deshalb hatte Sabine Jacobs vom Stamm Witta Witzenhausen Silvia Hable noch einmal eingeladen, um die Kinder auf den neuesten Stand zu bringen und ihnen noch einmal die Gelegenheit zu geben, deutlich zu sagen, was ihnen am Marktplatz gefällt und was sie sich anders wünschen.

Auf jeden Fall behalten wollen sie die Bäume, darin waren sich auch am Freitagnachmittag die Kinder einig. Wichtig ist ihnen allen außerdem ein anderes Pflaster.

„Mit dem Roller kann man hier ganz schlecht fahren“, erzählt der neunjährige Kilian. Er und seine Freunde denken dabei auch an Menschen mit Rollatoren oder Kinderwagen oder an die, die im Rollstuhl sitzen. Ein Untergrund muss her, auf dem man nicht stolpert und auf dem man mit den Rädern und Reifen nicht hängen bleibt, finden Kilian, Veit, Malte und Jonathan.

Taina, Robert und Lena wünschen sich mehr Mülleimer, damit der Marktplatz immer ordentlich aussieht, ein paar Spielgeräte, damit sich Kinder gerne auf dem Marktplatz aufhalten und mehr Bänke, sowohl in der Sonne als auch im Schatten.

Mit dabei war am Freitag auch Rukin Tatli, Koordinatorin des Projekts Kinderfreundliche Kommune, um herauszufinden, was den Kindern wichtig ist.

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