Pilger trafen sich am Grenzstein unterhalb des Hansteins: Erinnern an Mauerfall

Gemeinsam am Gedenkstein: Jakobus-Pilger aus Ost und West unterhalb der Burg Hanstein. Foto: Röß

Werleshausen/Bornhagen. Pilger aus weiten Teilen der östlichen Bundesländer trafen sich am 25. Jahrestag der Grenzöffnung am Gedenkstein unterhalb der Burg Hanstein mit Wanderern aus dem Raum Witzenhausen und wanderten gemeinsam weiter auf dem Jakobusweg nach Witzenhausen.

Die Region Mitteldeutschland in der Deutschen Sankt-Jakobus-Gesellschaft hatte das Internationale Pilgertreffen unter dem Motto „Pilgern ohne Grenzen“ am 9. November organisiert.

Nach der Morgenandacht in der Jakobuskirche in Uder ging’s mit dem Bus nach Bornhagen und weiter zu Fuß zum Gedenkstein an der ehemaligen Grenze unterhalb des Hansteins. Dort vereinten sich die Pilger mit der Witzenhäuser Delegation und stimmten zunächst die Nationalhymne an, bevor Diana Brehm von Pro Witzenhausen an die 90 Wanderer begrüßte.

Witzenhausens Bürgermeisterin Angela Fischer erinnerte daran, dass Werleshausens Ortsvorsteher Horst Raacke damals zu den ersten gehörte, die sich auf den Weg nach Bornhagen begeben hatten, als die Grenze aufging. Die Anekdote zur Entstehung des heutigen Straßenverlaufs schilderte Klaus-Dieter Hagedorn, heutiger Ortsvorsteher von Werleshausen.

Raacke hatte sich dafür eingesetzt, dass aus dem geplanten Fußweg nach Bornhagen eine Fahrstraße wurde. So soll, als die russischen Planierraupen zum Einreißen der Grenze angerückt waren, Unklarheit über den Verlauf des ehemaligen Fahrweges geherrscht haben. „Mit dem Fahrrad musste ich hier hoch fahren nach Heiligenstadt zur Schule“, habe Horst Raacke erklärt, ließ sich die Schlüssel geben, setzte sich in die Raupe, schob den Weg nach Bornhagen und stellte abschließend fest: „So wird die Straße“.

In ihren Redebeiträgen begrüßten auch Bornhagens Bürgermeister Mario Apel, Neuseesens Ortsvorsteher Karl-Ernst Küstner-Wetekam, Gerda Matkowski von der Deutschen Jakobus-Gesellschaft und der Vorsitzende des Witzenhäuser Werratalzweigvereins, Jakob Maurer, das Ende der innerdeutschen Grenze. Anschließend begab sich die Gruppe auf dem Jakobusweg weiter talwärts zum Gottesdienst in die Kirche nach Werleshausen. (zlr)

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