Platz für Hund und Herrchen

Initiative will Hundespielplatz in Reichensachsen

Eine Gruppe Hundebesitzer geht mit ihren Hunden auf einem Weg spazieren.
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Bei Wind und Wetter unterwegs: Eine Gruppe Hundebesitzer aus Reichensachsen sammelt Unterschriften, um sich bei der Gemeinde für einen eingezäunten Hundeplatz stark zu machen.

Eine aktive Gruppe Hundebesitzer aus Reichensachsen möchte, dass die Gemeinde einen umzäunten Hundeplatz einrichtet, auf dem sich die Tiere frei bewegen können.

Reichensachsen – Mit einem öffentlichen umzäunten Hundeplatz wolle man, so Udo Sippel aus der Hundegruppe, die immer wieder entstehenden Konflikte zwischen freilaufenden Hunden und Spaziergängern und Radfahrern minimieren. „Momentan sind wir dabei, für einen förmlichen Antrag an die Gemeindevertretung Unterschriften zu sammeln“, sagt Sippel. In Reichensachsen sind laut Gemeindeverwaltung derzeit 288 Hunde angemeldet.

Nach Vorstellung der Hundegruppe sollte die Hundespielwiese im Außenbereich Reichensachsens liegen, aber schnell und mit kurzen Wegen erreichbar sein, damit auch beispielsweise gehbehinderte und ältere Hundebesitzer mit ihrem Tier die Möglichkeit haben, das Angebot zu nutzen.

Sicherheit für alle Seiten

Auf die Idee des Hundeplatzes kam die Gruppe, die sich regelmäßig bei Wind und Wetter zum Gassi gehen trifft, während ihrer gemeinsamen Touren. „Bei diesen Runden entstand die Idee, wie schön es wäre, wenn die Hunde völlig gefahrlos für andere Tiere und Menschen frei laufen und miteinander toben könnten“, so Sippel. Während die Gruppe bei eher rauem Wetter meist mit ihren Hunden allein auf weiter Flur ist, sind bei gutem Wetter zahlreiche Spaziergänger und Radfahrer unterwegs. „Oftmals machen sich Radfahrer extrem spät oder gar nicht bemerkbar“, weiß Sippel. Dadurch sei es schwierig, die Hunde zur Seite zu nehmen, bevor eine gefährliche Situation eintreten kann. „Wir wollen ein gutes und friedliches Miteinander und Gefahrensituationen vermeiden.“

Vorteile in der Einrichtung eines solchen umfriedeten Hundespielplatzes sieht die Gruppe, der aktuell neben Udo Sippel auch Meike Krause, Bernhard Pfeiffer und Sabine Klippstein-Ludwig angehören, für Tier und Mensch. „Hunde müssen auch mit ihresgleichen sozialisiert werden und geistig und körperlich ausgelastet werden“, so der Hundehalter. Das sei an der Leine aber nur bedingt möglich.

Für Begegnung und Austausch

„Sobald gutes Wetter herrscht, sind im Bereich Sportplatz bis Riedmühle und Kläranlage viele Radfahrer und Fußgänger unterwegs. Dann ist ein Freilauf kaum möglich, da die Hunde zurückgerufen und angeleint werden müssen, damit es zu keinen Konfliktsituationen kommt“, beschreibt der Hundehalter die Situation. Aber auch für die Menschen sei ein solcher Treffpunkt gut. Denn auch Halter können dort ins Gespräch kommen und diese, ist Sippel zuversichtlich, wären sicher auch bereit, Aufgaben bei der Pflege des Platzes zu übernehmen.

Um ihrer Idee den nötigen Nachdruck zu verleihen und den gemeindlichen Gremien ein breites Interesse an einem solchen Platz klar zu machen, sammelt die Gruppe nun Unterschriften. Sobald es ausreichend Unterzeichner gibt, will die Gruppe einen entsprechenden Antrag formell an die Gemeinde stellen.

Die Unterschriftenlisten liegen in Reichensachsen im Edeka-Getränkemarkt, in der Wehretal-Apotheke, bei Schreibwaren Siebehagen, der Physiotherapie Fräger sowie in der VR-Bank aus. Stefanie Salzmann

Kontakt: Die Initiative erreicht man per E-Mail unter hundewiese@online.de.

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