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Politik-Parcours: Warum Demokratie vom Mitmachen lebt

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Von: Konstantin Mennecke

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Welchen Informationsweg nutzt du? Leonard Rechtenbach, Phoebe Elsner und Friederike Ehrnberg fischen ihre bevorzugten Informationsquellen aus dem Schwimmbecken.
Welchen Informationsweg nutzt du? Leonard Rechtenbach, Phoebe Elsner und Friederike Ehrenberg fischen ihre bevorzugten Informationsquellen aus dem Schwimmbecken. © Konstantin Mennecke

Witzenhausen – Nur wenn sich alle dran beteiligen, kann sie stark sein: Über 100 junge Menschen haben sich beim Politik-Parcours der Stadt Witzenhausen unter dem Motto „Demokratie: Wo kommen wir denn dahin?“ informiert.

„Die aktuelle Weltlage zeigt uns: Jungen Menschen Wissen über Demokratie in Deutschland und aller Welt zu vermitteln ist wichtiger denn je“, betont Ingo Ruppert, Fachdienstleister Soziales und Jugend der Stadt Witzenhausen. Dass bei diesem Gemeinschaftsprojekt der Kreisjugendförderung, der Schulsozialarbeiter und der kommunalen Jugendförderung Hessisch Lichtenau, Witzenhausen und Bad Sooden-Allendorf so viele junge Menschen aktiv mitgearbeitet haben, zeige, dass diese Art außerschulischer Lernort in der Deula weiterhin der richtige Weg für das zum Superwahljahr 2009 entstandene Projekt ist, um Wissen zu vermitteln.

Wissen, das bedeutet unter anderem ganz konkret: Wo leben Menschen in einer Demokratie? Wie komme ich an zuverlässige Nachrichten? Weshalb muss ich Informationen in Sozialen Medien kritisch hinterfragen? Und gibt es überall auf der Welt uneingeschränkten Zugang zu Nachrichten sowie Freie Medien? „Es war eine spannende Erfahrung, zu sehen, dass die Demokratie, in der wir leben, weltweit keinesfalls selbstverständlich ist“, sagt Leonard Rechtenbach. Dieses Wissen haben die Schülerinnen und Schüler in verschiedensten Stationen erfahren.

Der hier im Kreis entwickelte Politik-Parcours setzt dabei gezielt auf verschiedene Formen der Information. Mal gibt es Audio und Video aus der Deutschen Geschichte zu hören, mal können die Teilnehmer interaktiv mit der Angel fischen und so deutlich machen, wo sie ihre tägliche Portion Nachrichten herbeziehen (Foto). In Form eines Holzturmes können sie einzelne Bausteine einer Demokratie herausziehen – je mehr fehlt, je wackeliger wird das Konstrukt bis es einbricht.

Besonders wichtig ist den Machern des Projekts, zu verdeutlichen, dass unsere Demokratie nicht nur aus dem Gang zur Wahlurne besteht. „Wir haben heute vormittag gelernt: Demokratie lebt vom Mitmachen, nicht nur zur Wahl, sondern an jedem Tag. Sie ist keine Selbstverständlichkeit“, sagen Phoebe Elsner und Friederike Ehrenberg.

Für die Schülerinnen und Schüler der Johannisberg-Schule soll der Politik-Parcours dazu beitragen, sich selbst aktiv jugendpolitisch einzubringen – mindestens aber die eigene Haltung zu politischen Themen zu hinterfragen und zu festigen. „Noch in diesem Jahr planen wir eine weitere Auflage des Politik-Parcours“, betont Ruppert. Auch dann können Schülerinnen und Schüler wieder lernen, weshalb es wichtig ist, sich aktiv für unsere Demokratie einzusetzen.

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