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Post vom Bürgermeister: 711 Grußbriefe weltweit verschickt

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Von: Theresa Lippe

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Halfen beim Eintüten: Schüler der Abgangsklasse 10 der Außenstelle der Anne-Frank-Schule Wanfried mit Bürgermeister Wilhelm Gebhard und Klassenlehrerin Sarah Bachmann (beide in der Mitte).
Halfen beim Eintüten: Schüler der Abgangsklasse 10 der Außenstelle der Anne-Frank-Schule Wanfried mit Bürgermeister Wilhelm Gebhard und Klassenlehrerin Sarah Bachmann (beide in der Mitte). © Luisa Koch/nh

Pünktlich vor dem 454. Wanfrieder Vogelschießen verließen 711 Grußbriefe die Stadt Wanfried.

Wanfried – Mindestens einmal jährlich versuche Bürgermeister Wilhelm Gebhard, sich mit einem persönlichen Schreiben an ehemalige Wanfrieder zu wenden, die aus privaten, beruflichen, familiären oder sonstigen Gründen im Laufe ihres Lebens in die ganze Welt verzogen sind.

Die Adressliste wurde auf Vorschlag von Gebhard erstmals im Jahr 2008 angelegt und werde seitdem immer wieder aktualisiert. Ebenfalls verzeichnet seien Menschen, die sich emotional mit Wanfried verbunden fühlen und um Aufnahme in die Liste gebeten haben.

Fast jede Altersgruppe sei dabei, so Gebhard: „Von 20-Jährigen, die sich im Studium befinden, bis hin zu Menschen weit über 90 Jahre“.

Die Liste umfasse mittlerweile fast jeden Kontinent, zum Beispiel auch Nordamerika, Südafrika oder Australien. „Immerhin 38 der 711 Briefe gehen ins Ausland.“ Alle verbinde gleichermaßen die Freude über die Post aus der Heimat. „Jeder Ehemalige ist ein Botschafter der Stadt Wanfried in der Welt, deshalb müssen sie auch regelmäßig mit Neuigkeiten ausgestattet werden.“

Der vierseitige Brief enthalte neben der Einladung zum Volks-, Schützen- und Heimatfest auch Informationen zu Ereignissen und Entwicklungen, die sich seit dem letzten Grußbrief im Dezember 2020 zugetragen haben. Auch dabei: die Jahresrückblicke der Werra-Rundschau aus 2020 und 21, so Gebhard. „Dass sich die Ehemaligen über die Post aus der Heimat sehr freuen, zeigen nicht nur die Reaktionen, die die Stadtverwaltung erhält, sondern auch die eingehenden Spenden, die die Empfänger der Briefe für das Porto bereitstellen. Auch der aktuelle Versand konnte damit weitestgehend finanziert werden“, betont Gebhard.

Um die Adressliste aktuell zu halten, sei die Verwaltung auf Unterstützung der Bevölkerung und der Briefempfänger angewiesen. Der Verwaltung sollte Adress- sowie Namensänderungen, zugleich auch bedauerliche Sterbefälle aktuell mitgeteilt werden. Es sei außerdem wichtig, Namen und Adressen von weiteren Briefempfängern zu erhalten, die bislang der Verwaltung nicht gemeldet wurden.“  

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