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Preisanstieg: Verwaltungen suchen weitere Einsparmöglichkeiten

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Von: Evelyn Paul

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Steckdose aus - eine Möglichkeit im Kleinen Energie zu sparen.
Steckdose aus - eine Möglichkeit im Kleinen Energie zu sparen. © Karl-Josef Hildenbrand

Die Energiepreise steigen. Das betrifft auch die Gebäude des Kreises. Man rechne für das Jahr 2023 mit einer Steigerung der Stromkosten von 50 Prozent, bei den Kosten für Wärme sogar mit einer Preissteigerung von 100 bis 200 Prozent, teilt Kreissprecherin Sylvia Weinert auf Anfrage mit.

Werra-Meißner – Das zeigt, wie wichtig es ist, Energie zu sparen. Zudem könnte es immer noch Probleme beim Gas geben. Deswegen wurde eine Taskforce „Energie“ eingerichtet, die mehrere Szenarien durchspielt für den Fall, dass der Gasdruck nachlässt, kein Gas mehr geliefert wird oder der Strom ausfällt. Auch werden dort die Möglichkeiten der Energieeinsparung festgelegt, informiert Weinert.

Seit vielen Jahren folgt die Verwaltung einer Dienstanweisung zur Energieeinsparung. Demnach dürfen Büro- und Klassenräume nur bis auf eine Raumtemperatur von 20 Grad Celsius beheizt werden. Für Turnhallen gelten 18 Grad als Heizmaximum. Weitere Energiesparmöglichkeiten sieht man beim Abstellen von Heizkörpern in ungenutzten Räumen, Treppenhäusern und Fluren. Beim warmen Wasser könnte gespart werden, wenn in den WC-Vorräumen Hände nur noch mit kaltem Wasser gewaschen werden und in den Duschen der Turnhallen das warme Wasser abgestellt wird. Laut Weinert wäre auch noch Einsparpotential bei schulischen Veranstaltungen möglich, dass zum Beispiel die Elternabende für alle Klassen an einem Abend stattfinden.

Wie sich die Energiepreise in diesem Jahr noch auswirken, kann noch nicht abschließend beantwortet werden, heißt es in der Mitteilung des Kreises. Je nach Höhe der Gasumlage wird bisher aber mit Mehrkosten zwischen 36 000 Euro und 120 000 Euro gerechnet.

Auch die Kommunen beschäftigen sich mit dem Thema: Aktuell laufen Prüfungen, inwieweit noch weitergehende Reduzierungen erfolgen können, teilt Berkatals Bürgermeister Friedel Lenze stellvertretend für alle Kollegen mit. Dabei können sich die Kommunen an einem Vorschlagskatalog der Landesregierung orientieren.

Da sich die Kommunen üblicherweise langfristig eindecken, sollte es im nächsten Jahr nur überschaubare Kostensteigerungen bei Strom und Gas geben, schätzt Lenze. Allerdings könnte der Effekt durch die neue Gaspreisanpassungsverordnung der Bundesregierung hinfällig sein, da die Lieferanten ihre Mehrkosten nun an die Kunden weitergeben können.

So werden kreiseigene Liegenschaften beheizt

Im Werra-Meißner-Kreis gibt es 22 Schulen inklusive Turnhalen und sechs Verwaltungsgebäude, die mit Gas geheizt werden, berichtet Kreissprecherin Sylvia Weinert. Eine Schule hat eine Ölheizung, fünf Schulen und ein Verwaltungsgebäude beziehen ihre Wärme über das Fernwärmenetz. Pellets nutzen eine Schule und zwei Verwaltungsgebäude und bei sechs Schulen wird die Heizung mit Holzhackschnitzel betrieben. (elu)

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