Gänsekerleweg ist aktuell in Hessen die Nummer eins der Rundwege

Premiumwanderweg 19 zieht Wanderfreunde an

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Ein echter Gänsekerle: Peter Lindau als Symbolfigur der Datteröder. Der Premiumwanderweg 19 zieht seit seiner Eröffnung vor gut zwei Wochen Touristenscharen in die Region.

Datterode. Wohl kaum eine Gegend in Deutschland weist eine so hohe Dichte an Premiumwanderwegen auf wie der Werra-Meißner-Kreis.

Jüngstes Mitglied in dieser exklusiven Gruppe ist der P 19 „Gänsekerleweg" rund um den Ringgauer Ortsteil Datterode.

Gut zwei Wochen nach seiner feierlichen Eröffnung entwickelt sich dieser zum Touristenmagnet: „Der Gänsekerleweg ist aktuell in Hessen die Nummer eins der Rundwege“, sagt Thomas Beck, Vorsitzender des Heimatvereins Datterode. Mit 78 Wertungspunkten sei der P 19 vom Deutschen Wanderinstitut so hoch bewertet wie kein anderer.

Vier Jahre Planung und Organisation liegen hinter den Verantwortlichen, damit die Wanderfreunde aus dem gesamten Bundesgebiet die 9,5 Kilometer lange Tour entlang der Berghänge des Ringgaus, zwischen wild wachsenden Orchideen und Kalkbuchenwäldern genießen können.

„Unterstützend waren auch die Mitglieder des Heimatvereins in die Entstehung des Weges eingebunden“, sagt Berthold Blaschke, stellvertretender Vorsitzender des Datteröder Heimatvereins (HVD). Die Bänke und Schutzhütten entlang der Strecke etwa, welche den Wanderern reichlich Gelegenheit zur Rast geben, werden vom HVD gepflegt und instand gehalten.

„Entstanden ist ein in die Natur harmonisch eingeschmiegtes und dabei überzeugendes Wanderangebot“, sagt Blaschke, der zugleich die Zusammenarbeit mit dem Werratalverein Reichensachsen lobt: „Nur so konnte die Anbindung des Wichtelbrunnens, der auch Familien mit Kindern anspricht, gelingen“, so der stellvertretende Vorsitzende.

Zwei Rundwege

Wem die als mittelschwer eingestufte Tour des Gänsekerleweges nicht reicht, findet in unmittelbarer Nähe reichlich Möglichkeiten: Neben dem P 19 können noch der Rundweg Hasselbachtal sowie der Datteröder Burgweg bezwungen werden. Desweiteren gibt es Anschlüsse an den Werra-Burgen-Steig, den ArsNatura- und Jakobsweg, den Elisabeth-Pilgerpfad sowie den X8 Barbarossa-Weg.

„Besonders freuen wir uns, dass der Namensanregung des HVD gefolgt wurde“, sagt Blaschke.

Hintergrund: Denkmal an der Netrafurt

„Gänsekerle“ ist der Beiname der Bewohner Datterodes. Er stammt aus der Zeit der Hugenotteneinwanderung aus dem Elsass. Im Zuge derer kam auch die Familie Fischer nach Datterode, die mit Federvieh handelte. Dazu zogen sie mit einer sogenannten Kötze, einem Rückenkorb, über Land. Die Fischer-Dynastie war bald in der ganzen Region bekannt. Der Symbolfigur „Gänsekerle“ haben die Mitglieder des Heimatvereins Datterode im Jahr 2007 an der Netrafurt am Anger ein Denkmal errichtet - an genau der Stelle, an der die Gänse über Jahrhunderte hinweg in den Netrabach gegangen sind. Vorlage für die Figur ist ein Foto von Jakob Fischer. (esp)

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