Anstieg seit dem Jahr 2012

Pro-Kopf-Einkommen steigt - Werra-Meißner-Kreis in Hessen aber im Tabellenkeller

Das Pro-Kopf-Einkommen im Werra-Meißner-Kreis steigt seit einigen Jahren sukzessive.
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Das Pro-Kopf-Einkommen im Werra-Meißner-Kreis steigt seit einigen Jahren sukzessive.

Das verfügbare Einkommen der Haushalte im Werra-Meißner-Kreis steigt seit einigen Jahren an, im Hessenvergleich liegt der Kreis aber auf einem der hinteren Ränge.

Werra-Meißner Das geht aus einem Bericht hervor, den das Hessische Statistische Landesamt nun für die Jahre 2012 bis 2018 veröffentlicht hat. 21 156 Euro betrug das Pro-Kopf-Einkommen im Werra-Meißner-Kreis demnach pro Einwohner im Jahr 2018 durchschnittlich. 2012 waren es noch 18 330 Euro.

Unter den 27 hessischen Verwaltungsbezirken finden sich aber nur die Stadt Kassel (19 781 Euro) und Offenbach (18 739 Euro) mit einem niedrigeren Einkommen. An der Spitze der Statistik liegen der Hochtaunuskreis mit 35 041 Euro und der Main-Taunus-Kreis mit 28 550 Euro.

Zirka 25 Prozent der Beschäftigten arbeiten im Niedriglohnsektor

Dr. Lars Kleeberg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Werra-Meißner, hält solche Statistiken nicht mehr für zeitgemäß, da sie nicht widerspiegelten, wie lebenswert eine Region sei. Erst im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten würden sie Sinn ergeben. „Aber wir müssen uns der Statistik stellen und zugeben, dass Nachbarregionen besser abschneiden“, so Kleeberg.

Dr. Lars Kleeberg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Werra-Meißner.

Zirka 25 Prozent der Beschäftigten im Kreis arbeiten laut Kleeberg im Niedriglohnsektor und rund 50 Prozent im Dienstleistungsbereich, wo sich auch viele Niedriglohnbezieher finden würden. Aus diesem Grund müsse dort die Tarifbindung mehr gestärkt werden. Außerdem müssten die Unternehmen vor Ort weiter unterstützt und neue Unternehmen für die Region gewonnen werden, um Arbeitsplätze und damit Zuzug und Einnahmen für die Kommunen zu erzielen.

„Es gibt keinen Grund, die Region kleinzureden“

„Es gibt keinen Grund, uns zu verstecken oder die Region kleinzureden“, betont Kleeberg. Aktuell würden sich die Machtverhältnisse verschieben: Der ländliche Raum gewinne gegenüber dem Ballungsraum immer mehr an Bedeutung und Attraktivität. „Genau hier müssen wir ansetzen und mit lebenswerten Wohn- und Arbeitsräumen punkten“, so Kleeberg. Die gestiegene Nachfrage nach Wohnraum und Gewerbeflächen im Kreis bestätigt den eingeschlagenen positiven Weg. (Maurice Morth)

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