Beratung im WMK

Problemen mit Extremismus: Im Kreis gibt es eine neue Anlaufstelle

Vorstellung von Logo, Landesprogramm und Mitarbeiter: (von links) Kai Siebert, Heidi Bevern-Kümmel, Daniel Schindewolf und Landrat Stefan Reuß.
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Vorstellung von Logo, Landesprogramm und Mitarbeiter: (von links) Kai Siebert, Heidi Bevern-Kümmel, Daniel Schindewolf und Landrat Stefan Reuß.

Daniel Schindewolf klärt im Werra-Meißner-Kreis ab sofort Privatpersonen, Behörden und Vereine im Landkreis auf, wenn es um Probleme mit Extremismus geht.

Werra-Meißner – Im Werra-Meißner-Kreis gibt es ab sofort eine Anlaufstelle für Probleme mit Extremismus. Dabei ist die Fach- und Beratungsstelle für phänomenübergreifenden Extremismus ansprechbar – also Rechts- und Linksextremismus sowie religiösen Extremismus. Ansprechpartner ist ab sofort Daniel Schindewolf.

Populistische Nachrichten im Internet, Anschläge rechter Gewalttäter, Verschwörungsideologien während der Coronapandemie: Diese und andere Entwicklungen stellen die Demokratie vor große Herausforderungen.

„Wir als Demokraten sind alle aufgerufen, die Demokratie in ihren Grundwerten zu schützen und zu verteidigen sowie menschenverachtenden Tendenzen entschieden entgegenzutreten“, sagt Landrat Stefan Reuß. Mit der neuen Beratungsstelle leiste der Werra-Meißner-Kreis einen Beitrag zur Demokratieförderung im Landkreis.

Die neue Beratungsstelle, die im Landratsamt in Eschwege zu finden ist, bietet Privatpersonen, Behörden und Vereinen Unterstützung. „Daniel Schindewolf bringt aus seiner zehnjährigen Tätigkeit in der Sozialarbeit an den Gesamtschulen viel Erfahrung mit“, sagt Reuß.

Neben der Beratungsarbeit ist die Stärkung der Präventionsarbeit in Schulen in den Bereichen „Hate Speech“ (Hass-Rede) und „Fake News“ (Falschinformationen) ein weiterer Schwerpunkt. Hier gibt es für Klassen weiterführender Schulen abfragbare Angebote zu unterschiedlichen Themen.

Von der Schwierigkeit der Meinungsbildung in Zeiten von Fake-News, über ein respektvolles Miteinander auch in der digitalen Welt, über den Mehrwert der Demokratie bis hin zur Reflexion der eigenen Werte und Grundhaltung, all dies könnte Gegenstand von Unterrichtseinheiten sein.

Weitere Schwerpunkte sind die Stärkung der lokalen Netzwerkarbeit sowie die Projekt- und Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der Demokratieförderung und der Extremismusprävention. Finanziert wird die Beratungsstelle aus Mitteln des Landesprogramms „Hessen aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ und durch den Werra-Meißner-Kreis.

Die erste Veranstaltung, die eigentlich als Auftaktveranstaltung für die neue Stelle gedacht war, musste aufgrund der Coronapandemie als Onlineveranstaltung angeboten werden. Beim Vortrag zum „Umgang mit Verschwörungsideologien im (Bildungs-)Alltag“ (wir berichteten) erreichte der Referent 70 Teilnehmer.  (ts)

Kontakt: Daniel Schindewolf ist unter der Telefonnummer 0 56 51/3 02 14 54 oder unter Daniel.Schindewolf@Werra-Meissner-Kreis.de erreichbar.

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