Juniorwahl zum Bundestag

FWS-Schüler wählen Wilhelm Gebhard und Olaf Scholz

Die Realität simuliert: Das Wahllokal wurde in der Aula errichtet, ein Wahlvorstand zählte die Stimmen aus.
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Die Realität simuliert: Das Wahllokal wurde in der Aula errichtet, ein Wahlvorstand zählte die Stimmen aus.

Deutschland hat gewählt – und die Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 10 an der Friedrich-Wilhelm-Schule auch: Allerdings im Projekt Juniorwahl im Vorfeld des eigentlichen Urnengangs.

Eschwege Wenn es nach dem Willen der Schüler des Eschweger Gymnasiums geht, dann zieht Christdemokrat Wilhelm Gebhard mit einem Direktmandat in den Bundestag ein und Olaf Scholz von der SPD wird Bundeskanzler. Rechtspopulistische Parteien hatten an dem als Schule ohne Rassismus zertifizierten Gymnasium keine Chance.

Die Juniorwahl ist ein Projekt des gemeinnützigen und überparteilichen Vereins Kumulus. Das Projekt wird von der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Hessischen Landtag und der hessischen Landeszentrale für politische Bildung gefördert. Über 2700 Schulen in Deutschland haben teilgenommen. Ziel des Projektes ist es, Schülern mit den Themen Wahlen, Wahlsystem und Parteien vertraut zu machen, sich eine eigene Meinung zu bilden und Demokratie zu erleben.

Endergebnis an der Friedrich-Wilhelm-Schule

Die Wahlbeteiligung lag bei 94 Prozent (Wahlkreis 169: 76,1 Prozent). So sah das amtliche Endergebnis an der FWS aus: Erststimme: Wilhelm Gebhard (CDU) 32 Prozent, Michael Roth (SPD) 22,6 Prozent, Gerhard Schenk (AfD), 2,4 Prozent, Jorias Bach (FDP) 13,3 Prozent, Awet Tesfaiesus (Grüne) 12,3 Prozent, Sabine Leidig (Linke) 5,9 Prozent, Rainer Janisch (FWG) 0,5.

Zweitstimme: CDU 13,8 Prozent, SPD, 23,6 Prozent, AfD 2 Prozent, FDP, 20,2 Prozent, Grüne 16,7 Prozent, Linke 6 Prozent, Freie Wähler 16,3 Prozent, Die Basis 1,5 Prozent. ts

Dem eigentlichen Wahlakt, der in der letzten Woche vor der Bundestagswahl stattfinden musste, ging eine intensive Vorbereitung durch die Fachlehrkräfte im Politik- und Wirtschafts-Unterricht voraus, die über das Wahlrecht, das politische System der Bundesrepublik sowie über die Rolle und Programmatik der Parteien informierte. Der Ablauf der Wahl simulierte dann die Wirklichkeit: Die Jugendlichen erhielten Wahlbenachrichtigungen, es gab – etwas verkleinert – die originalen Wahlzettel, die in den Wahlkabinen mit Erst- und Zweitstimme auszufüllen und in die Wahlurne zu werfen waren. Nach Schließung des Wahllokals in der Aula erfolgte die Auszählung der Stimmzettel durch den Wahlvorstand, der aus Schülern der 8b und 8c bestand. (Tobias Stück)

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