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Projekttage an Wanfrieder Schule: Die Welt der Bienen erleben

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Von: Kristin Weber

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Ziehen Wachskerzen: Rosalie Ernestine Thurm, Andrea Selig, Rose Caroline Genze und Leonard Ullrich.
Ziehen Wachskerzen: Rosalie Ernestine Thurm, Andrea Selig, Rose Caroline Genze und Leonard Ullrich. © Kristin Weber

Nach zwei Jahren Corona-Pause gab es an der Anne-Frank-Schule in Wanfried erstmals wieder eine Projektwoche. „Das soziale Lernen miteinander ist einfach so enorm wichtig für die Schülerinnen und Schüler“, sagte die Rektorin Christina Dietrich. „Es ist wie Atemholen für die Seele.“

Wanfried - In der Projektwoche beschäftigen sich die Schüler aller Klassen mit Inhalten, die sonst eher nicht Teil des Unterrichtsstoffes sind, und lernen durch praktische Gruppenarbeit. Die gesundheitliche Sicherheit sollte dennoch beachtet werden, weshalb die Schüler der AFS jeden Tag getestet wurden und auch in der Projektwoche in ihren festen Lerngruppen zusammenblieben.

Die Klasse 6 a hatte sich in ihrem Projekt zusammen mit Klassenlehrerin Janina Zuber sowie Referendarin Lina Eisenhut für das Thema „Bienen“ entschieden und dafür die passenden Expertinnen gefunden: Die Imkerinnen Ines Ritter und Andrea Selig der Stadtimkerei „Stadtschwarm“ des Vereins Aufwind in Eschwege.

Alles über nützliche Helfer erfahren

Sie konnten den Mädchen und Jungen nicht nur alles über die nützlichen Helfer aus dem Garten erzählen, sondern brachten gleich ein umfassendes pädagogisches Konzept mit, um die Projektwoche zu begleiten. Der Theorieteil kam dabei von Thomas Krüger, dem Vorsitzenden des Imkervereins Eschwege. Von ihm erfuhren die Schüler, dass die Biene das drittwichtigste Nutztier in der Landwirtschaft ist. Als Bestäuberin ist sie essenziell wichtig für den Nahrungskreislauf des Menschen. Im Bienenstock arbeiten Königin, Arbeiter und Drohnen wie ein großer Organismus alle zusammen. „Ich hätte nie gedacht, dass eine Biene 2000 Kinder bekommen kann“, sagte Selina Brauer staunend, und Greta Heerwig fügte hinzu: „Traurig ist allerdings, dass diese bereits nach sechs Wochen schon wieder sterben.“

Kooperation mit Imkerei „Stadtschwarm,“

Zusammen mit den Imkerinnen des „Stadtschwarms“ und ihren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Brigitte Manß, Nicole Vowie und Inge Großkurth stellten die Kinder anschließend Bienenwachskerzen her, bastelten Mini-Bienen, Wachstücher und Samentaler, mit denen man Blühwiesen anlegen kann. Bei einem gemeinsamen Frühstück konnten die Sechstklässler den Honig, den die Bienen des Stadtschwarms in Eschwege gesammelt hatten, verkosten. Sie lernten außerdem, wie die Arbeit des Imkers aussieht und wie dieser seine Kästen – die Beuten heißen – pflegt. Finanziell wurde das Projekt von der Eheleute-Gunderam-Stiftung in Wanfried unterstützt, um die Kosten für das Bastelmaterial zu decken. (Kristin Weber)

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