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60 Menschen demonstrierten am Wochenende in der Innenstadt für die Frauen im Iran

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Solidarität für Proteste im Iran vor Fachwerk-Kulisse: Mit Trommeln, Schilder und Fahnen äußerten rund 60 Menschen lautstark ihre Solidarität mit den Protestierenden im Iran.
Solidarität für Proteste im Iran vor Fachwerk-Kulisse: Mit Trommeln, Schilder und Fahnen äußerten rund 60 Menschen lautstark ihre Solidarität mit den Protestierenden im Iran. © Felix Rockenkamm

Die Eschweger zeigen sich solidarisch mit den Frauen im Iran: Am Wochenende gingen 60 Menschen dafür auf die Straße und protestierten.

Eschwege – „Frauen, Leben, Freiheit!“ Diese Wörter tönten am Samstagmorgen durch die Eschweger Innenstadt. Mit Trommeln, Schilder und Fahnen äußerten rund 60 Menschen lautstark ihre Solidarität mit den Protestierenden im Iran. In Zusammenarbeit mit den Ausländerbeiräten in Bad Sooden-Allendorf und Witzenhausen haben die Evangelische Familienbildungsstätte Werra-Meißner, der Ausländerbeirat Eschwege und der Verein Frauen für Frauen und Frauen für Kinder die Solidaritätskundgebung veranstaltet.

Die Ziele der Demonstrierenden waren eindeutig:

„Stand with the women of Iran“, nur ein kurzer Satz, aber eine immense Bedeutung. Ins Deutsche übersetzt bedeutet er: „Zeigt Solidarität mit den Frauen im Iran“.

Auch wenn zwischen dem Werra-Meißner-Kreis und der Hauptstadt des Iran Teheran eine große geografische Distanz von mehr als 3500 Kilometer liegt, sind die Gedanken einiger Eschweger bei den Widerstandskämpfern im Iran. Pit Theiß, einer der Protestierern in Eschwege, erklärt, warum er nicht nur am Samstagmorgen seine Solidarität zeigt: „Das hat schon eine Wirkung auf meine Kinder, wenn sie mitbekommen, dass dort Leute sterben. Uns ist eben nicht egal was dort passiert.“

Die Kundgebung endete mit einer Rede von Dr. Martin Arnold, die er mit den Worten „Liebe Freundinnen und Freunde eines freien Irans“ eröffnete. Sehr emotional wurde es, als die Namen von einigen getöteten Kindern zwischen 8 und 16 Jahren vorgelesen wurden.

In Gedenken an die Opfer wurde gemeinsam Tom Odells „Another Love“ gesungen – die Öffnungszeilen des Liedes lauten übersetzt: „Ich möchte dich irgendwohin mitnehmen, damit du weißt, dass ich mich um die kümmere“ – ein Satz, der den Gemütszustand vieler sehr gut beschreibt. Von Felix Rockenkamm

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