Räume für Todkranke: Klinikum eröffnet neue Palliativ-Einheit

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Wohnlich: Annette Albrecht, Oberärztin Klinikum Werra-Meißner zeigt die renovierten neuen Palliativ-Räume.

Werra-Meißner. Das Klinikum Werra-Meißner eröffnet heute eine neue Palliativ-Einrichtung. Im dritten Stock des Krankenhauses in Witzenhausen wurden zwei Einzel- und ein Zweibettzimmer mit separatem behindertengerechten Sanitärbereich renoviert.

Dort werden künftig Patienten betreut, die unheilbar erkrankt sind. Zwei der Zimmer sind 25 Quadratmeter groß, eines 20 Quadratmeter.

„Mit den separaten Palliativ-Stationen wie in den Kliniken in Göttingen und Kassel können wir vom Ambiente her zwar nicht mithalten“, sagt Annette Albrecht, Oberärztin am Klinikum Werra-Meißner. „Aber wir bieten den Palliativ-Patienten eine wohnortnahe Versorgung, wenn es nicht mehr reicht, sie zu Hause ambulant zu versorgen.“ In Hessen habe die ambulante Versorgung einen großen Stellenwert, deswegen sei eine stationäre Versorgung nicht so dringend wie in anderen Bundesländern, in denen es das nicht gibt.

Die ambulante Versorgung im Landkreis wird koordiniert vom Palliativnetz Werra-Meißner. Der Verein wolle „die Versorgung und damit die Lebensqualität der Menschen in der Lebensendphase verbessern und deren Autonomie und Würde erhalten“, heißt es in den Statuten. „Die neuen Räume im Klinikum sind ein Fortschritt für den Werra-Meißner-Kreis“, erklärt Rosel Staufenberg, Koordinatorin des Hospiz- und Palliativnetzes Werra-Meißner. „Denn dann müssen die Patienten nicht mehr nach Göttingen oder Kassel fahren, wenn sie im Krankenhaus palliativ betreut werden müssen“. Es sei „eine Einheit, die bisher gefehlt hat“.

Palliativ-Einheit im Klinikum Werra-Meißner

Konkurrenz durch die neue Einrichtung fürchte man nicht, erklärt Staufenberg. „Wir arbeiten alle zusammen und stimmen uns ab.“ Außerdem sei vorgesehen, die jeweiligen Patienten wieder in die ambulante Pflege zu geben, wenn sich ihr Zustand verbessere.

Von Marc Hörcher 

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