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Freiwillige aus Heldra setzen Schutzhütte nahe Premiumwanderweg 6 instand

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Von: Eden Sophie Rimbach

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Nach getaner Arbeit: (von links) Egon Schmidt, Werner Jung, Benjamin Kleinpeter (Bauhof), Benedikt Beckmann (Vorarbeiter, Bauhof), Bürgermeister Wilhelm Gebhard, Willi „Semy“ Jung, Otto Siemon, Reinhard Mock und Christian Dölle (Bauhof) am Tisch der Hütte.
Nach getaner Arbeit: (von links) Egon Schmidt, Werner Jung, Benjamin Kleinpeter (Bauhof), Benedikt Beckmann (Vorarbeiter, Bauhof), Bürgermeister Wilhelm Gebhard, Willi „Semy“ Jung, Otto Siemon, Reinhard Mock und Christian Dölle (Bauhof) am Tisch der Hütte. © Eden Sophie Rimbach

Heldra – Mit neuer Farbe erstrahlt die Hütte „Siemons Ruh“ nahe Heldra nun unter einem neuen Dach und teilweise auch auf neuem Grund: Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard bedankte sich bei den vier Rentnern und den drei Mitarbeitern des Bauhofs, die das ermöglicht haben.

Etwa 50 Stunden ehrenamtliche Arbeit haben Otto Siemon, Egon Schmidt, Willi „Semy“ Jung und Reinhard Mock geleistet, um die Hütte instand zu setzen. Die größte Baustelle sei das abgesackte Pflaster gewesen. Eine Art kleiner Balkon mit Blick auf Felder und Häuser musste neu befestigt werden. Anstelle der vor zwölf Jahren errichteten Mauer mussten dafür neue Stützen errichtet werden. Das Quartett erneuerte auch den Zaun. Bei den Arbeiten, für die der Einsatz von Baufahrzeugen nötig war, halfen Mitarbeiter des Bauhofs. Vorarbeiter Benedikt Beckmann sowie Christian Dölle und Benjamin Kleinpeter waren noch einmal rund 50 Stunden für die Hütte im Einsatz.

Otto Siemons Dank galt ihnen, seinen Mitstreitern und der Firma Schiedrum. Die hatte die Arbeiten zur Erneuerung des Dachs umgesetzt. Die Materialkosten für die Instandsetzung inklusive Dachziegeln in Höhe von etwa 1200 Euro übernahm die Stadt Wanfried.

Anbindung an den Premiumwanderweg 6 „Heldrastein“

Als eine „gelungene öffentlich-private Kooperationsmaßnahme“ lobte Wilhelm Gebhard die Arbeiten an der Hütte. Diese steht am Waldrand Heldras und hat eine direkte Anbindung an den Premiumwanderweg 6 „Heldrastein“. Genutzt werde sie auch von den Kindergartenkindern Heldras, die wöchentliche Ausflüge in den Wald unternehmen. Zum Rastplatz gehört eine Fläche, auf der Besucher Steine auf dem Waldboden stapeln und ausbalancieren können.

„Jetzt ist hier wieder ein Schmuckstück entstanden“, sagte Wilhelm Gebhard über die fertige Hütte. Eigentlich war diese im Jahr 2007 für einen anderen Standort gefertigt worden. Werner Jung erinnert sich, dass der im Jahr 2004 gegründete Dorfkulturverein auf zwei Brotäckern in Heldra zeigen wollte, wie zum Brotbacken benötigte Pflanzen angebaut werden. Dazu gehörten auch Aussaat, Ernte und Pflügen. Neben Tafeln und Kästen sollte ein Demonstrations- und Ausstellungshaus Informationen bereitstellen.

Bauen wollte es der Verein in traditioneller Fachwerkbauweise und vorrangig mit Material, das in der Umgebung Heldras vorkommt. Die Ausbildungswerkstatt für das Baugewerbe hatte dem Verein seine Räume in Eschwege zur Verfügung gestellt. Hilfe an den Maschinen hatten zwei Auszubildende geleistet. Jung erinnert sich, dass einige Felder des Holzgebäudes nach altem Muster ausgemauert und teilweise mit Geflecht und Putz verkleidet wurden. Als der Besitzer des Brotackers die Fläche für den Hausbau benötigte, baute der Verein die Hütte wieder ab.

Dank mit Getränken und Brötchen

Otto Siemon habe schließlich nach einem neuen Standort für das eingelagerte Holzhaus gesucht. Seit Juli 2010 steht es an seinem Platz am Waldrand. Eine Überraschung hatten Siemons Mitstreiter vor zwölf Jahren für ihn parat: „Siemons Ruh“ ist auf dem Schild zu lesen, das den Eingang der Hütte ziert.

Auch zwölf Jahre später zeigte Otto Siemon nun gemeinsam mit anderen Einsatz für die Hütte. Gebhard dankte allen mit Getränken und Brötchen in der Hütte.

Von Eden Sophie Rimbach

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