1. Startseite
  2. Lokales
  3. Witzenhausen

Reaktivierter Kulturbund organisiert in diesem Jahr drei Theaterstücke in Eschwege

Erstellt:

Von: Tobias Stück

Kommentare

Das Theater 89 spielt am Mittwochabend Rolf Hochhuths „Eine Liebe in Deutschland“. Es ist die erste Veranstaltung des neuen Kulturbunds.
Das Theater 89 spielt am Mittwochabend Rolf Hochhuths „Eine Liebe in Deutschland“. Es ist die erste Veranstaltung des neuen Kulturbunds. © Volker Pfüller

Die Stadt Eschwege, der Arbeitskreis Open Flair sowie Karl-Heinz Diegel als Privatperson wollen den Kulturbund in Eschwege wieder beleben. Am 30. März ist die erste Veranstaltung.

Eschwege – „Wir haben – gerade während der Pandemie – eine große Sehnsucht der Eschweger nach Kultur verspürt“, berichtet Judith Rode, Fachbereichsleiterin Kultur bei der Stadt Eschwege. Die ersten drei Aufführungen in diesem Jahr sind schon geplant. Den Auftakt macht am Mittwoch, 30. März, „Eine Liebe in Deutschland“ zu Ehren des Eschweger Dramatikers Rolf Hochhuth.

Der Kulturbund hatte sich nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet und sollte den kulturellen Neuanfang in Eschwege organisieren. Theaterproduktionen, Operetten, Opern oder philharmonische Konzerte wurden erst im Stadtpark, zwischenzeitlich in der Struth-Turnhalle und ab 1971 in der neu errichteten Eschweger Stadthalle aufgeführt. Bühne und Zuschauerraum lockten auch große Produktionen nach Eschwege. Nach den Blütejahren in den 1960er- und 1970er-Jahren, als der Verein etwa 650 Mitglieder zählte, ließ das Interesse ab den 2000er-Jahren deutlich nach. Der inzwischen verstorbene Johannes Loch, der den Vorsitz 1973 übernommen hatte, musste 2015 der Liquidation des Vereins zustimmen.

Nach der Auflösung des Kulturbundes als Verein hat Open Flair die Marke übernommen. Zuletzt waren die unterschiedlichen Veranstaltungen nur mäßig besucht. „Es gibt deutlich weniger Interessenten“, berichtete Geschäftsführer Alexander Feiertag Anfang 2019. Die Zahl der Abonnenten sei damals von 320 auf 240 gesunken. 2019 fanden die letzten Veranstaltungen statt. Während der Pandemie organisierte der Kulturbund keine Veranstaltungen.

Das soll sich jetzt ändern. Die Theateraufführung zu Ehren des verstorbenen Eschweger Dramatikers Rolf Hochhuth am Mittwochabend (30. März) hat der neue Kulturbund bereits mitorganisiert. Das Theater 89 aus der Uckermarck spielt Hochhuths „Eine Liebe in Deutschland“ am 30. März um 20 Uhr im E-Werk.

Ende September kommen dann die ersten eigenständigen Produktionen, die auch die Belegung der Stadthalle wieder erhöhen sollen, nach Eschwege. Aufgeführt wird „Gott“ von Ferdinand von Schirach. Am Dienstag, 6. Dezember, ist „Schtonk“ in der Eschweger Stadthalle zu sehen. Unterstützt wird der Kulturbund vom Bund, der Theaterauftritte in der Provinz mehr fördern möchte.

Stadt und Open Flair wollen den neuen Kulturbund als eine Kooperation von Leuten verstehen, die gemeinsam kulturelle Veranstaltungen in Eschwege planen. Karl-Heinz Diegel gehörte von Anfang an zum Teil der Privatleute, die mitgestalten. Ein Logo wurde bereits erstellt. Wer mitmachen möchte, kann sich bei Judith Rode unter 0 56 51/30 42 97 oder judith.rode@eschwege-rathaus.de melden.

Karten für „Eine Liebe in Deutschland“ am morgigen Mittwoch im E-Werk gibt es für zehn Euro an der Abendkasse oder unter kultur-eschwege.de (Tobias Stück)

Auch interessant

Kommentare