Vor dem Gottesdienstbesuch

3G, 2G oder 2Gplus? Welche Regeln jetzt in den Kirchen gelten

Mit Abstand und Maske: Wer in den nächsten Wochen einen Gottesdienst besuchen will, sollte sich vorher über die geltenden Regeln bei seiner Kirchengemeinde informieren.
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Mit Abstand und Maske: Wer in den nächsten Wochen einen Gottesdienst besuchen will, sollte sich vorher über die geltenden Regeln bei seiner Kirchengemeinde informieren.

In der vergangenen Woche wurden die Regeln für das Zusammentreffen von Menschen in der Öffentlichkeit noch einmal verschärft. Das gilt auch für Gottesdienste. Wir erklären, was gerade gilt.

Ich möchte am Sonntag einen Gottesdienst besuchen, bin aber inzwischen verunsichert. Welche Regeln gelten momentan für einen Kirchenbesuch grundsätzlich?
Nein, die gibt es nicht. Für Gottesdienste und Kindergottesdienste gilt weiterhin unabhängig von den Inzidenzstufen, dass die Kirchengemeinden eigenverantwortlich Schutzkonzepte erlassen und öffentlich bekannt geben. Ob sie eine 3G-, 2G- oder 2Gplus-Regel erlassen, ist ihnen überlassen, heißt es vonseiten der Landeskirche. Die Regeln sollen sich nach Angaben des hessischen Sozialministeriums an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts sowie den Regelungen des Landes Hessen orientieren. Es gelten Verpflichtungen zum Abstands- und Hygienekonzept. Kirchengemeinden können selbst entscheiden.
3G, 2G, 2Gplus: Was muss ich bei den einzelnen Regeln konkret beachten?
3G wird als Mindestvariante empfohlen. Das bedeutet: Gottesdienstbesucher müssen geimpft, genesen oder aktuell negativ getestet (Teststelle) sein. Bei 2G dürfen nur geimpfte oder genesene Besucher in die Kirche. Bei 2G plus muss man zusätzlich noch einen aktuellen Negativtest mitbringen. Eintritt bekommen hier auch Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können (Attest) sowie Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die das Schülertestheft oder den aktuellen Schnelltest mitbringen. Hier kann ohne Abstands- und Maskenpflicht der Gottesdienst gefeiert werden, die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck rät aber dazu. Besonders in kleinen Räumen soll man auf Abstand und Maske achten. Am Eingang gibt es Kontrollen.
Was empfiehlt die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) für die Ausrichtung von Gottesdiensten?
„Wir empfehlen, Gottesdienste draußen zu feiern“, sagt der aus Grebendorf stammende Prälat der Evangelische Kirche von Kurhessen- Waldeck Bernd Böttner. Gottesdienste sollten dann beim Ordnungsamt angemeldet werden. Bis zum Stehplatz soll man die Alltagsmaske tragen. Maskenpflicht gilt außerdem dort, wo kein Abstand möglich ist. „Wir empfehlen, die Maske beim Singen zu tragen.“
Darf eigentlich grundsätzlich gesungen werden?
Ja. Bei der 3G-Regel ist Gemeindegesang mit Maske möglich. Bei 2G und 2G plus wäre sogar Singen ohne Maske möglich, davon wird aber laut EKKW abgeraten.
Was passiert mit den Gottesdiensten zu Weihnachten?
Auch hier rät die Evangelische Kirche von Kurhessen- Waldeck in erster Linie dazu, Weihnachtsgottesdienste draußen zu feiern. 2G plus könnte eine Alternative sein.
Ein Gottesdienst draußen ist mir zu kalt. Gibt es auch Alternativen?
Die gibt es. Die EKKW empfiehlt, digitale Gottesdienste per Stream oder Zoom regional-kooperativ vorzubereiten. „Diese bieten sich vor allem an Heiligabend, am 1. und 2. Weihnachtstag sowie zum Jahreswechsel an“, sagt Böttner. Die Kirche rät außerdem zu Abendmahlsfeiern im digitalen Raum und weist auch auf weitere Formate im Fernsehen, Radio oder per Telefon hin. Der Kirchenkreis Werra-Meißner hat einen eigenen Youtube-Kanal.

(Tobias Stück)

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