Welle der Empörung auf Facebook

Reichensachsen: Affen-Besitzerin wehrt sich gegen Vorwürfe

Reichensachsen. Unsere Berichterstattung über den einzeln gehaltenen Affen in Reichensachsen hat im sozialen Netzwerk Facebook für eine Welle der Empörung gesorgt.

Erzürnt hat die Besitzerin des Affen verfolgt, wie sich rasend schnell „unsachliche" Aussagen formiert haben, die sich auf ihren Affen beziehen: „Dem geht es gut", sagt Besitzerin Sabine Finis aus Hoheneiche.

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Das Gehege des Affen steht nach wie vor auf dem Hof der Familie, die Anfang Dezember nach Hoheneiche umgezogen war. Dass der Affe noch nicht mit umgezogen ist, liege vor allem am Tierarzt: Der habe zurzeit des Umzugs Urlaub gehabt, zwei anschließende Termine verschoben. Zuletzt war Ende Januar im Gespräch, das Tier nach Hoheneiche zu bringen, was aber an den Temperaturen scheiterte: „Der Affe muss für den Transport betäubt werden, weil er nicht von alleine in eine Box geht“, erklärt die Tierbesitzerin. Direkt spritzen könne man dem Affen das Mittel nicht, stattdessen werde das per abgeschossenem Pfeil injiziert. „Bei der Kälte friert das Mittel aber schon während der Flugphase ein.“

Deshalb widerspricht sie auch der Aussage des Veterinäramtes, dass der Affe dieses Wochenende aus Reichensachsen abgeholt wird: „Ich muss am Montag erst mal mit dem Tierarzt telefonieren, ob die Temperaturen dann in Ordnung sind und wann er Zeit hat“, stellt Finis klar.

Ebenso weist sie darauf hin, dass es dem Affen gut gehe, und das schon seit zwei Jahren: So lange lebt der Rotgesichtsmakake bei der Familie. „In der ganzen Zeit hat sich vom Veterinäramt niemand beschwert oder was gesagt, aber seit dem Umzug liegen sie uns in den Ohren.“ Dabei sei der Affe gesund, habe ein Gehege, das den Vorschriften entspreche, und besitze Spielzeug. „Und wir kommen nach wie vor jeden Tag mehrmals vorbei, um ihn zu füttern und ihm Gesellschaft zu leisten.“ Sie wisse nicht, warum es vor allem von ihr unbekannten Leuten plötzlich so einen Aufschrei gebe, dass die Haltung nicht artgerecht sei.

Auch den Vorwurf, dass das Tier wider seiner Natur alleine lebe, weist sie von sich: „Wir hatten es schon mal mit Spielkameraden versucht, die haben sich aber nicht verstanden.“ Zudem blieben Anrufe in Zoos, ob es dort einen Rotgesichtsmakaken gebe, erfolglos. Und auch in der Wildtierauffangstation, in die das Tier gebracht werden soll, lebe es alleine: „Dort gibt es nur einen einzigen Rhesus-Affen, der im benachbarten Gehege leben wird.“

Die Abgabe an die Station sei zudem nicht ganz freiwillig gewesen: „Das Veterinäramt hat mehrmals gefragt, ob wir das nicht lieber tun wollen, woraufhin ich mich habe breitschlagen lassen.“ Was man ihr jedoch verschwiegen hätte, wären die monatlichen Kosten von 400 Euro an die Station, die sie als Besitzerin zu tragen habe.

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