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Reichensächser Skatepark ist ein Projekt mit Vorbildcharakter

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Von: Emily Spanel

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Anlässlich des Besuchs von Staatsminister Axel Wintermeyer (Bildmitte, mit David Ingrisch samt Förderbescheid und Wehretals Bürgermeister Timo Friedrich) zeigten die Wehretaler Jugendlichen Tricks auf dem neuen Skatepark. Gefördert wurde das Projekt durch das Land, die Gemeinde sowie ein Crowdfounding in Zusammenarbeit mit der VR-Bank Mitte.
Anlässlich des Besuchs von Staatsminister Axel Wintermeyer (Bildmitte, mit David Ingrisch samt Förderbescheid und Wehretals Bürgermeister Timo Friedrich) zeigten die Wehretaler Jugendlichen Tricks auf dem neuen Skatepark. Gefördert wurde das Projekt durch das Land, die Gemeinde sowie ein Crowdfounding in Zusammenarbeit mit der VR-Bank Mitte. © Emily Hartmann

„Jugendliche wollen mit ihren Anliegen gehört werden“, ist Jörg Sandrock, Sprecher der Initiative „Reichensachsen selber machen“, überzeugt.

Reichensachsen – Und die Freiwilligeninitiative im größten Wehretaler Ortsteil hat die Notwendigkeit guter Jugendarbeit längst erkannt. Wie der Zusammenhalt, die Lebens- und Aufenthaltsqualität der Kinder und insbesondere der Jugendlichen Wehretals weiter verbessert werden könne – darüber haben sich die Mitglieder der Initiative seit Jahresbeginn intensiv ausgetauscht.

Denn aktuell gibt es in der Gemeinde keinen Jugendraum, in dem sich die Heranwachsenden treffen können, um gemeinsam etwas zu unternehmen. So entstand die Idee, den schon bestehenden Pumptrack in Reichensachsen und eine in die Jahre gekommene Halfpipe mit dem Bau eines Skateparks zu erweitern. „Projektziel ist es, den Jugendlichen im Ort einen attraktiven Platz zu geben, an dem sie sich treffen, verabreden und sich obendrein noch sportlich betätigen können“, erklärt David Ingrisch.

Anpacken, Mitmachen, Neues starten und Lücken schließen: Das liegt den Mitgliedern der Reichensächser Freiwilligeninitiative. Mit Torsten Stützer als Ideengeber und Projektleiter wurden sogleich gebrauchte Skateplatz-Teile – sogenannte Miniramps und Tables – über Ebay-Kleinanzeigen erworben. „Von Anfang an wurden die Jugendlichen in die Bauarbeiten eingebunden – auch, um eine gewisse Eigenverantwortung zu generieren, was die Pflege und die Instandhaltung der gesamten Anlage betrifft“, sagt David Ingrisch.

Über 500 Arbeitsstunden sind so seit Frühjahr in die Neu- und Ausgestaltung des in der Nähe der Wehre und der Riedmühle gelegenen Platzes investiert worden. Die Halfpipe wurde mit neuen Siebdruckplatten verkleidet; eine Rundsitzgruppe mit Tisch steht auf Betonplatten. Die gebrauchten Skateplatzteile wurden von Rost befreit, mit Rostschutz gestrichen und Alubleche angebracht. Durch die Verkleidung eines Carports mit Brettern und Sitzbänken im Inneren ist eine Schutzhütte entstanden, in der ein massiver Tisch platziert wurde.

Offene Ohren für die Realisierung des Projektes fand die Initiative bei der Gemeinde Wehretal. „Die ehrenamtliche Arbeit ist sehr zu loben“, sagt Wehretals Bürgermeister Timo Friedrich. „Die Anlage, die auch noch um einen Basketballkorb erweitert wurde, ist sehr vielfältig und wird dementsprechend gut von den Jugendlichen angenommen.“

„Ich denke, auch Eltern und andere interessierte Erwachsene werden sich die tollen Tricks auf den Boards und den BMX-Bikes ansehen. Die Skateanlage ist ein sportlicher und moderner Treffpunkt für Kinder und Jugendliche“, lobte Hessens Chef der Staatskanzlei, Minister Axel Wintermeyer. Er übergab eine Landesförderung in Höhe von 4995 Euro aus dem Programm „Starkes Dorf – Wir machen mit!“

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