Reichweite mit Kreativität

Vortrag: Lina Eisenhut erklärt, wie Social Media für Unternehmen funktioniert

Nicht nur ein Hype: Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram und Twitter gehören für viele Menschen längst zum Alltag dazu. 
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Nicht nur ein Hype: Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram und Twitter gehören für viele Menschen längst zum Alltag dazu. 

Dass sich so viel Menschen in den Sozialen Netzwerken bewegten, sei nicht nur ein Hype, sagt Madeleine Iffert, Leiterin der Kreativagentur Maalia in Eschwege.

Eschwege - Im Gegenteil, so ihre Überzeugung, der Gebrauch von Smartphones nehme immer weiter zu. Und doch seien es die Geister, die wir riefen.

Mancher Unternehmer steht noch immer ratlos vor dem Phänomen Social-Media-Marketing, andere nutzen die virtuellen Kanäle bereits eifrig, um ihre Firmen, ihre Läden, ihre Vereine bekannter zu machen.

Wie man es richtig macht, ist die Frage. Entsprechend groß war das Interesse am Onlinevortrag der Wirtschaftsförderung Werra-Meißner (WFG) zusammen mit dem IHK-Service-Zentrum und der Kreishandwerkerschaft „Social-Media-Marketing gehört die Zukunft“.

Rund 130 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Rund 130 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz schalteten sich zu, als Lina Eisenhut von der Agentur Maalia erklärte, wie Werbung in den Sozialen Netzwerken funktioniere, und Tipps gab, wie man es machen solle und was man besser bleiben lassen solle.

Unternehmer aus dem Werra-Meißner-Kreis, etwa ein Juwelier aus Sontra, ein Tischler aus Reichensachsen oder die Besitzerin eines kleinen Lebensmittelladens in Sooden, hörten genau hin.

Die Quintessenz: Der Auftritt auf den bekannten Kanälen wie Facebook, Instagram oder Youtube und Hunderten weiterer Plattformen sollte eben nicht nach Werbung aussehen.

Unternehmen sollen Geschichten erzählen

Unternehmen sollen sich vorstellen, indem sie Geschichten über sich selbst erzählten, emotional und humorvoll, riet die Expertin. „Es geht nicht darum, die eigenen Produkte in den Vordergrund zu stellen. Es geht eher darum, den Auftritt als Sprachrohr zu nutzen, den Followern Mehrwerte zu bieten, Vertrauen aufzubauen und Begeisterung zu wecken.“

Regional agierenden Firmen riet sie, die Regionalität zu nutzen, sich zu vernetzen und Einblicke hinter die Kulissen zu geben. Regelmäßigkeit schaffe Reichweite. Das heiße, ein- bis zweimal die Woche sollte ein Post erscheinen – am besten auf unterschiedlichen Plattformen, die man unterschiedlich bespielen müsse.

Lina Eisenhut

Auf einem seien eher Bilder gefragt, auf anderen Videos. Das klingt nach viel Aufwand und Selbstinszenierung, nach überlegten Strategien und psychologischem Einfühlungsvermögen. Ein paar gute Ratschläge der Profis: Bilder von „geselligen Stunden“ sollten tunlichst nicht in Sozialen Netzwerken landen, außerdem muss man die Rechte an den Inhalten – Bilder, Musik oder Texte – besitzen.

Wie ist das nun mit den Hashtags, wie bekommt man mehr Follower auf Instagram, um welche Uhrzeit postet man am besten? Ein Teilnehmer berichtete, wie mühsam das alles auch sein kann: Hundert Leute sähen sich den Post an, zehn likten ihn, aber nur einer interessiere sich am Ende auch für das Produkt. Der nächste Vortrag der WFG findet am 11. Mai statt, zum Thema Steuerwissen für Unternehmensgründer. (Kristin Weber)

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