Reiseführer für Nordhessen

Reiseautorin besucht für Recherchen Werra-Meißner-Kreis und Frau-Holle-Land

Tagesausflüge im Werra-Meißner-Kreis: Reiseautorin Peggy Leiverkus und ihre Dackelhündin Lotti waren eine Woche lang im Kreis unterwegs und sammelten Eindrücke und Bilder für einen Reiseführer über Nordhessen.
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Tagesausflüge im Werra-Meißner-Kreis: Reiseautorin Peggy Leiverkus und ihre Dackelhündin Lotti waren eine Woche lang im Kreis unterwegs und sammelten Eindrücke und Bilder für einen Reiseführer über Nordhessen.

Ein Reiseführer über Nordhessen ist in Planung, dafür besuchte eine Reiseautorin nun auch den Werra-Meißner-Kreis.

Werra-Meißner – „Der Ringgau war mein Highlight“, erzählt Peggy Leiverkus nach knapp einer Woche im Werra-Meißner-Kreis. Sie schreibt einen Reiseführer über Nordhessen. Deshalb war die 31-jährige Reiseautorin aus Königs Wusterhausen (Brandenburg) für Recherchen in den Ortschaften und Wäldern im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land unterwegs.

Ich bin am liebsten in der Natur unterwegs und die Gegend hat mich tief beeindruckt.

Peggy Leiverkus, Reiseautorin

Ausgangspunkt war die Kurstadt Bad Sooden-Allendorf. Von dort besuchte sie gemeinsam mit Dackelhündin Lotti unter anderem das Wasserschloss in Netra, die Burgruine Brandenfels in der Gemeinde Herleshausen sowie den Plesseturm bei Wanfried. Besonders idyllisch und friedlich empfand die 31-Jährige auch Heldra, wo sie den Sonnenuntergang an der Werra erlebte.

„Ich bin am liebsten in der Natur unterwegs und die Gegend hat mich tief beeindruckt.“ In den Reiseführer werden aber auch die Altstädte mit ihren Fachwerkhäusern – wie Witzenhausen und Eschwege – Einzug finden, wie Leiverkus erklärt.

Den Norden Hessens als Ziel und Grundlage für den Reiseführer hat sich die 31-Jährige allerdings nicht selbst ausgesucht. Sie bekam vom Trescher-Verlag den Auftrag. „Ich habe erst mal ganz pragmatisch den Auftrag angenommen. Dann war ich ganz dankbar, weil ich vorher nicht wusste, wie schön Nordhessen ist.“ Das war vergangenes Jahr im September. Angefangen mit der Recherche vor Ort hat Leiverkus um Ostern herum in Kassel. „Ich habe mich zu Beginn an der größten Stadt orientiert. Kassel als Documenta-Stadt ist da natürlich eine Adresse.“

Inzwischen sind Leiverkus und Hündin Lotti zum dritten Mal für die Recherchearbeiten in Nordhessen. Anfang Mai waren sie im Reinhardswald und in den Gegenden um Waldeck und Willingen. Gestern, nach sieben Tagen im Werra-Meißner-Kreis, ging es weiter in den Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Sie wird Nordhessen Anfang Juli noch mal besuchen.

Danach beginnt für die freiberufliche Reiseautorin die Schreibarbeit. Abgabe ist Ende August. „Das wird eine intensive Phase“, so die Brandenburgerin. Beim Schreiben hat sie freie Hand. Nur das Gebiet, also Nordhessen, wurde vom Verlag vorgegeben. Zur Debatte stehe aktuell allerdings noch, ob Fulda und Marburg ebenfalls aufgenommen werden.

Schwierig sei es, Nordhessen im Reiseführer aufzugliedern, weil es so viele Bereiche und so viel zu sehen gäbe, so Leiverkus. „Es gibt historische, politische und von der Natur vorgegebene Grenzen.“

Es ist ihr viertes Buch und ihr zweiter Reiseführer. Die ersten beiden Bücher, die einen archäologischen Schwerpunkt haben, schrieb sie mit Patrick Leiverkus zusammen. Ihr erster Reiseführer – über das Bergische Land – ist im Februar erschienen. In Arbeit sind außerdem noch ein Reiseführer über den Spreewald und einer über Jerusalem.

Vom Auftrag bis zur Veröffentlichung dauert es etwa eineinhalb Jahre, so Leiverkus. Der Reiseführer über Nordhessen wird also voraussichtlich im kommenden Jahr erscheinen.

Von Hanna Maiterth

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