Demo mit Traktoren für mehr Sicherheit bei Retterode 

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Protest zu Pferde und mit Traktoren: Demonsration von Anliegern am Samstagnachmittag auf der B 487 am Reiterhof bei Hessisch Lichtenau-Retterode.

Hessisch Lichtenau. Für 20 Minuten ging am Samstagnachmittag nichts mehr auf der B 487 zwischen Hessisch Lichtenau und Retterode: Reiter, Fußgänger und Landwirte mit Traktoren blockierten die stark befahrene Piste.

Die Polizei sicherte die Demonstration von Anliegern nach beiden Seiten hin ab. Spruchbänder und Banner ragten in den Himmel.

Mit Blick auf die latente Unfallgefahr (binnen eines Jahres krachte es im Bereich des Rasthofes bzw. des Reiterhofes fünfmal) fordern die Bewohner, dass die Behörden endlich handeln und die Anlieger und Besucher ohne Angst und Gefahr zu den Grundstücken kommen können. „Wann wird die Verkehrsicherheit dem Verkehrsaufkommen angepaßt“, heißt es in einem Flugblatt.

Konkret wollen die Anlieger ein Tempolimit von 70, besser noch von 50 km/h und ein Überholverbot, Achtungs-Schilder und Radarkontrollen. Denn in dem kritischen Abschnitt gilt Tempo 100.

„Es darf nicht sein, dass di e Behörden erst dann handeln, wenn was passiert ist“, sagte Sprecherin Sonja Eberhardt per Megaphon.

Die Vorsitzende des Ländlichen Reit- und Fahrvereins, Michaela Popis, verweist auf den regen Betriebe zur Vereinsanlage: Denn 60 Reitschüler kommen regelmäßig zum Unterricht oder werden von Eltern gebracht. Verärgert sind aber auch die Landwirte des Dorfes und der Umgebung. Denn, so Ortslandwirt Günter Brunst, man könne nur unter größten Schwiergkieten auf die Felder oder wieder auf die Straße gelangen.

Retterode: Demo auf der B 487

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Schon seit vorigem Jahr kämpfen die Anlieger mit den Behörden - doch beim Straßenverkehrsamt in Eschwege beruft man sich darauf, dass es in dem Gebiet keinen Unfallschwerpunkt im Sinne des Kriterienkataloges gibt. Dazu reiche die Zahl der typengleichen Unfälle in einem bestdimmen Bereich nicht aus.

Ob drei, fünf oder mehr Unfälle - die Anlieger und Besucher sehen sich latent gefährdet: Es gebe tägliche Beinahe-Unfall-Situationen. Ohne größeren Aufwand, so Sprecherin Eberhardt, könne man bei gutem Willen für mehr Sicherheit sorgen.

Dass es in dem Abschnitt gefährlich zugeht, konnten die Zuschauer und Akteure am eigenen Leib erfahren: Munter brausten die Biker vorbei, ehe die Polizei die Straße mit ihren Fahrzugen sperrte.

Der frühere Ortsvorsteher Peter Aschenbrenner geht davon aus, dass der Verkehr auf der B 487 in den letzten Jahren zugenommen hat. Nach Auskunft von Anlieger Konrad Volkhardt (Naturschutzbund) sind amtlich nach Fertigstellung der nahen Autobahn 44 rund 8 500 Fahrzeuge in 24 Stunden prognostiziert. (wke)

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