Dr. Renja Rentz wird am Sonntag in ihr Amt als Pfarrerin eingeführt

Wird am Sonntag offiziell ins Amt eingeführt: Pfarrerin Dr. Renja Rentz hat ihre Probezeit bestanden und betreut künftig die evangelischen Gläubigen in Hundelshausen (Bild) und Dohrenbach. Foto: Neugebauer

Dohrenbach. Mit einem Einführungsgottesdienst am Sonntag, 22. Januar, 14 Uhr in der Dohrenbacher Kirche wird Dr. Renja Rentz offiziell als neue Pfarrerin des Kirchspiels Hundelshausen/Dohrenbach in ihr Amt eingeführt. Wir haben vorab mit ihr gesprochen.

Frau Dr. Rentz, Sie sind seit 2015 Pfarrerin von Hundelshausen und Dohrenbach und wurden auch schon vorgestellt. Warum gibt es erst jetzt einen Einführungsgottesdienst? 

Dr. Renja Rentz: Ähnlich wie bei Lehrern gibt es bei den Pfarrern eine Probezeit. Nach dem diese beendet ist und beide Kirchenvorstände mich als neue Pfarrerin gewählt haben, feiern wir jetzt meine Einführung als neue Pfarrerin des Kirchspiels Hundelshausen und Dohrenbach.

Wie wurden Sie in der Gemeinde aufgenommen? 

Rentz: Als junge neue Pfarrerin haben mich wohl einige erstmal skeptisch betrachtet. Aber die Allermeisten sind mir freundlich und interessiert begegnet. Ein besonderes Erlebnis waren die Gottesdienste im Pfarrgarten bei der Witzenhäuser Gartentour oder zur Einführung der neuen Altarbibel, bei dem Menschen sehr persönlich von ihrem Lieblingsbibelwort erzählt haben.

Wo liegen die Schwerpunkte Ihrer Arbeit in der Gemeinde? 

Rentz: Als Dorfpfarrerin bin ich für alle Lebensbereiche von jung bis alt gleichermaßen zuständig. Von freudigen Ereignissen über die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Gesprächskreisen, Trauerbegleitung und Seelsorge, Gottesdienste und organisatorische Arbeiten bietet der Pfarrerberuf auf dem Land ein breites Spektrum. Die Vielfalt ist schön, abwechslungsreich und macht mir Freude.

Mit einer Viertelstelle betreue ich als Seelsorgerin noch das Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt in Witzenhausen, wo ich einmal im Monat einen Gottesdienst feiere und regelmäßige Besuchstermine habe. Vertretungsweise betreue ich derzeit auch die evangelische Studierendengemeinde in Witzenhausen.

Wie soll Ihre Gemeinde Sie wahrnehmen? 

Rentz: Spannend und wichtig finde ich es, in Krisensituationen und an Wendepunkten des Lebens für Menschen da zu sein, egal ob es der Tod eines vertrauten Menschen, eine Hochzeit oder Taufe oder die Konfirmation ist. Ich empfinde es als ein Privileg meines Berufes, in solchen Momenten dabei zu sein und sie mitgestalten zu dürfen. Ich würde mir wünschen, dass die Menschen spüren, dass ich mich für sie und ihr Leben interessiere und gerne für sie da bin, wenn sie mich brauchen.

Bleibt genügend Zeit für Ihre Hobbys? 

Rentz: Ich bin sehr gern wandernd, joggend oder mit dem Rad in der Natur unterwegs. Viele der Premiumwanderwege kenne ich mittlerweile. Zudem singe ich im Chor Kissproof in Bad Sooden-Allendorf mit und tanze Salsa. Es gibt Wochen im Pfarramt, da bleibt kaum Raum für persönliche Interessen. Dafür ist es im Sommer oft ruhiger, so dass ich Zeit für diese Dinge finde.

Die gebürtige Kaufungerin Dr. Renja Renz ist 35 Jahre alt, Single und lebt im Pfarrhaus in Hundelshausen. Nach dem Abitur hat sie ein Jahr in einem Kinderheim in Bolivien gearbeitet. Nach dem Theologiestudium in Marburg und Buenos Aires und ihrer Ordination beschäftigte sich intensiv mit der Seelsorge, die auch Thema ihrer Doktorarbeit war. Vor ihrem Probedienst ab 2015 in Hundelshausen hat sie praktische Erfahrungen in ländlichen Gemeinden des Werra-Meißner-Kreises gesammelt.

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