Werratalsee

Restaurant am Werratalsee: Investoren favorisieren mit verpachteten Naturcamp-Gelände in Meinhard

Dass eine Gastronomie auf unserem Gelände geplant ist, davon weiß ich nichts.
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Dass eine Gastronomie auf unserem Gelände geplant ist, davon weiß ich nichts.

Eine Investorengruppe will Gastronomie ans Ostufer des Werratalsees bringen: auf dem Gelände des jetzigen Meinhard-Naturcamps.

Schwebda – Die Investorengruppe Sauer/Wiesmann/Da Silva, die bei der touristischen Entwicklung des Ostufers bei Schwebda als einziger Investor noch im Rennen ist, favorisiert die von ihr geplante Gastronomie auf dem Gelände des jetzigen Meinhard-Naturcamps zu bauen. „Das wäre für unser Konzept die beste Lösung“, sagt Jasmin Wiesmann. Um das umzusetzen, sei die Investorengruppe mit Rainer Klippert vom Naturcamp im Gespräch.

„Wir wollen uns mit dem Naturcamp einigen“, sagt Pedro Da Silva. Denkbar sei, dass Klippert für den Bau des Restaurants einen Teil der von ihm gepachteten Fläche abgebe oder man auch einen anderen Platz für das Naturcamp finde. „Wir wollen ein Gesamtkonzept mit Rainer Klippert für das Ostufer finden“, so Da Silva. Der Familie gehört das Gelände südlich des Naturcamps.

Idee: 80 Sitzplätze, Außenterrasse, Wohnmobilhafen sowie Tiny- und Chalethäuser

Ende August hatte die Investorengruppe der Gemeinde Meinhard ein Kaufangebot für die Fläche des Naturcamps unterbreitet, zu dem es bisher keine Entscheidung seitens der Kommune gibt. „Für uns kommt aber nicht nur der Kauf infrage, möglich ist auch eine Lebenspacht über 99 Jahre“, so Da Silva. Das würde den Investoren als Investitionssicherheit ebenfalls ausreichen.

Die Gruppe plant, neben dem Restaurant mit etwa 80 Plätzen und Außenterrasse dort einen Wohnmobilhafen sowie eine Reihe von sogenannten Tiny- und Chalethäusern zu bauen. „Wir wollen hier eine naturnahe Atmosphäre mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit entwickeln“, so Jasmin Wiesmann. Herzstück des Konzeptes sei aber die Gastronomie. Rainer Klippert fände das Konzept der Investorengruppe wegen des Nachhaltigkeitsgedankens „gut“ und man sei „zuversichtlich, eine gemeinsame Lösung zu finden“. „Dass eine Gastronomie auf unserem Gelände geplant ist, davon weiß ich nichts“, sagte Klippert gestern auf Anfrage. Er sei mit Sauer/Wiesmann/ Da Silva im Gespräch, bestätigte er. Aber wenn die Familie diesen Plan verfolge, sei er „raus“. „Ich gebe das Naturcamp nicht auf.“

Klippert hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, dass eine benachbarte Gastronomie mit seinem Naturcamp-Konzept nicht korrespondiere und unter anderem strikt eine Zusammenarbeit mit dem ebenfalls am Ostufer geplanten Heimathafen des Investors Christian Mehler abgelehnt.

Abgelehnt hat Klippert nach Auskunft von Bürgermeister Gerhold Brill auch eine für morgen angesetzte Videokonferenz zwischen Naturcamp, den Investoren, dem Planungsbüro Henke sowie dem Bürgermeister und den Fraktionsvorsitzenden. Darin sehe er jetzt „keinen Sinn.“ Von der Anwesenheit des Naturcamps am Ostufer profitiert die Gemeinde auch, denn das hält den Badestrand und das Wasser am Ostufer in Schuss – ein Wert, den die Gemeinde mit etwa 60 000 Euro an Kosten beziffert, die sie nicht tragen muss. „Damit sind wir als Gemeinde entlastet und dafür sind wir dankbar“, sagt Meinhards Gerhold Bürgermeister Brill. Über alles andere müssten sich die Investoren untereinander einigen.

Von Stefanie Salzmann

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