Regisseur Jakob Gisik dreht im Kreis Szenen für den Kurzfilm „Destruction of Silence“

GI rettet deutschen Jungen

Bei den Dreharbeiten zu „Destruction of Silence“: Unser Bild zeigt das Filmteam sowie Darsteller einer Einheit der deutschen Wehrmacht in Originaluniformen. Foto:  Görk

Berge / Hirschhagen. Die letzten Sonnenstrahlen dieses Spätsommertages tauchen ein Wald- und Wiesengebiet oberhalb von Berge in helles Licht. Ein amerikanischer Soldat in einer Uniform aus dem Zweiten Weltkrieg überquert hastig eine Lichtung und hält ein sechsjähriges Kind in den Armen. Der GI heißt Jack Brown und rettet gerade dem deutschen Jungen Philipp Schmidt in den letzten Kriegstagen, im April 1945, das Leben.

Diese Filmszene dreht die Crew des Kasseler Regisseurs Jakob Gisik. Der 45 bis 60 Minuten umfassende Streifen heißt „Destruction of Silence“ (Abriss der Stille). Insgesamt 120 Mitwirkende, davon 55 Komparsen, waren bislang bei dieser Produktion im Einsatz. Darunter auch der Neu-Eichenberger Regisseur Sven Schreivogel, der hier für den Original-Ton verantwortlich ist und zudem als „Location Scout“ auch die Motivauswahl vornimmt. Aufgrund seiner guten Kontakte zum Waldbesitzer William von Bischoffshausen konnte nach den Aufnahmen am Stift Kaufungen und im Waldgebiet von Hirschhagen nun in Berge, unter anderem auch auf dem historischen Forsthof im Ort, gedreht werden.

Gefechte in Nordhessen

Im Mittelpunkt der Handlung steht der junge GI Jack Brown, der in den letzten Kriegstagen in Nordhessen mit seiner Einheit in Kämpfe mit der deutschen Wehrmacht verwickelt wird. Bei diesem Gefecht bewahrt der Amerikaner den deutschen Jungen Philipp Schmidt vor dem sicheren Tod. Im Laufe des Films entwickelt sich daraus eine Vater-Sohn-Beziehung. Die Dramatik des Zweiten Weltkrieges und die emotionalen Schicksale der Menschen haben Regisseur Jakob Gisik (siehe Hintergrund) schon immer sehr beschäftigt. Für die mit nur geringem Budget ausgestattete Produktion gibt es bereits Anfragen vom Fernsehen, unter anderem von Arte. Sie soll auch bei nationalen und internationalen Filmfestivals aufgeführt werden. Gedreht wird in Englisch, wobei auch eine deutsche und russische Synchronisation geplant sind. Die Premiere von „Destruction of Silence“ soll 2013 in Kassel erfolgen.

Von Siegfried Görk

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