Erneuter Vandalismus

Reichensachsen: Frisch sanierte Schutzhütte wurde Opfer von Brandstiftern

Erneut zerstört: Das Schutzhäuschen Riedhütte am Radweg bei Reichensachsen ist am frühen Samstagmorgen angezündet worden. Der Plastikmülleimer wurde angezündet und brennend unter die Bank gelegt. 
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Erneut zerstört: Das Schutzhäuschen Riedhütte am Radweg bei Reichensachsen ist am frühen Samstagmorgen angezündet worden. Der Plastikmülleimer wurde angezündet und brennend unter die Bank gelegt. 

Thomas Hellwig konnte seinen Augen kaum trauen, als er am vorigen Samstagmorgen gegen 7.30 Uhr beim Gassigehen mit seinem Hund die Riedhütte bei Reichensachsen brennend vorfand.

Reichensachsen - Unter der Bank der Schutzhütte am Radweg lag der grüne Mülleimer aus Plastik und brannte. Die Flammen hatten bereits die Bank und die Wand der Schutzhütte erfasst. Von dem Plastikeimer bleiben nur zerschmolzene grün-schwarze Klumpen übrig.

Hellwig, der für den Bauhof der Gemeinde arbeitet, alarmierte Bürgermeister Timo Friedrich und sorgte gleichzeitig dafür, das Feuer zu löschen. Nur deshalb ist die Hütte nicht völlig ein Fraß der Flammen geworden.

„Das ist eine Riesen-Schweinerei“

„Das ist eine Riesen-Schweinerei“, erbost sich Bürgermeister Friedrich. Der Schaden sei groß, aber bisher noch nicht exakt ermittelt. „Wir hoffen, dass wir wieder Ehrenamtliche gewinnen können, die die Hütte wieder in Schuss bringen“, sagt er, der diesen blinden Vandalismus nicht verstehen kann. „Hier wird wirklich das Ehrenamt mit Füßen getreten.“

Bereits in der Vergangenheit war die Riedhütte immer wieder Ziel von Vandalismus geworden. Erst im Oktober hatten mehrere ehrenamtlich engagierte Männer der Initiative „Reichensachsen selber machen“ mit viel Einsatz die Hütte wieder repariert und auf Vordermann gebracht (wir berichteten).

„Das ist einfach nicht zu glauben“, sagt auch Alfred Ingrisch, der mit an der Instandsetzung der Riedhütte im Oktober mitgearbeitet hat.

Hütte wurde schon häufiger zerstört

Zwar sei er froh, dass Schlimmeres durch das schnelle Handeln von Hellwig habe verhindert werden können, aber „diesmal haben die Täter offenbar in Kauf genommen, dass die Hütte komplett abbrennt“. Auch er weiß um die Angriffe auf die Hütte in der Vergangenheit. „Da wurden Bretter einfach rausgetreten und kleinere Feuerchen gemacht“, erzählt er.

Beim Helfertag: (von links) Helmut Böttner, Alfred Ingrisch, Gerhard Sandrock und Karl Bausch beim Bau der Hütte im Oktober dieses Jahres.

„Aber davon lassen wir uns jetzt nicht entmutigen“, sagt Ingrisch. „Wenn wir das täten, hätten die Brandstifter ihr Ziel erreicht.“ Weder Bürgermeister Friedrich noch Alfred Ingrisch haben einen konkreten Verdacht.

Zusammenhang mit angezündetem Auto nicht ausgeschlossen

Ingrisch hält allerdings einen Zusammenhang zu einer Brandstiftung von vor zwei Wochen nicht für ausgeschlossen, als an der Langenhainer Straße in Reichensachsen auf ähnliche Weise ein Smart abgefackelt worden war.

Die Gemeinde, der die Riedhütte gehört, hat jetzt Anzeige bei der Polizei erstattet, allerdings erst am Montag, sodass am Samstag keine Polizeibeamte zwecks Spurensicherung an dem Tatort waren. (salz)

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