Ausweichen in Wald und auf Berge bedingt gigantische Anlagen

50 riesige Windräder stehen bald im Kreis

Werra-Meißner. Es sind 16 Areale, die nach Ansicht der Planer beim Regierungspräsidium als Standorte für Windkraftanlagen im Werra-Meißner-Kreis geeignet sind. Durch einen SPD-Antrag wurde ein 17. Standort - eine Fläche südlich von Ringgau-Grandenborn - aufgenommen.

Der Hauptausschuss der Regionalversammlung hat am Mittwoch einstimmig den Ausbau der Windkraft beschlossen. Kommenden Montag wird voraussichtlich auch die Regionalversammlung zustimmen. Ab Mitte März können die Pläne eingesehen werden, bis Ende Mai haben Bürger, Kommunen und Institutionen Zeit, dagegen Einsprüche zu erheben.

Wolfgang Kaivers, Chef der Regionalplanung beim Regierungspräsidium (RP) Kassel, spricht von einer „Kehrtwende“ bei der Windenergie: Bisher stehen die Windräder auf freien Flächen. 0,29 Prozent der Landfläche in Nordhessen werden von ihnen beansprucht, künftig sollen es zwei Prozent sein.

Im 102.500 Hektar großen Werra-Meißner-Kreis wird dieser Wert wohl nicht erreicht, die 17 Standorte haben einen Gesamtfläche von 1400 Hekar. Kaivers ist sicher, dass hier mindestens 50 Windräder errichtet werden, womöglich ein paar mehr.

Und die dürften ziemlich hoch ausfallen. Da man die Anlagen nicht in Naturschutzgebiete bauen kann und Abstände zur Wohnbebauung einhalten muss - 1000 Meter zu Siedlungen und 600 Meter zu Einzelhäusern -, gehe man nun in den Wald und auf die Berge, erläutert Kaivers. Die Bäume machten es aber nötig, dass die Windräder so hoch werden - bis 190 Meter. Man wird sie von vielen Stellen aus in der Landschaft sehen.

Im Oktober soll die Planung endgültig verabschiedet werden. Mit dem Bau wird dann vermutlich schnell begonnen. Diverse Firmen stünden schon in den Startlöchern, sagt Kaivers.

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Von Stefan Forbert und Frank Thonicke

Rubriklistenbild: © dpa

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