Klinik Balzerborn: Neue Rheumatologie-Praxis und Pläne

Ringen um Verträge

Blickt nach vorn: Auch die Rückschläge und Verzögerungen nehmen Geschäftsführer Dr. Burkhart Eymer nicht den Optimismus. Mit der Klinik Balzerborn soll es stetig aufwärts gehen. Archiv-Foto: Kopietz

Bad Sooden-Allendorf. Die Klinik Balzerborn läuft, aber sie läuft noch immer untertourig. Patienten sind da, ebenfalls niedergelassene Ärzte und ein ambulanter Pflegedienst. Im Oktober konnte ein Versorgungsvertrag mit der AOK für die Bereiche Orthopädie Rheumatologie und Nephrologie (Nierenheilkunde) geschlossen werden, um weitere Verträge wird gerungen, wie Geschäftsführer Dr. Burkhart Eymer berichtet.

„Wir hätten uns das Unterfangen leichter vorgestellt“, gesteht Eymer ein und bezieht damit auch die Bemühungen seines Vaters Ekkehart ein, der die Klinik 1999 für seine Altenzentrun-Senator-Gruppe gekauft hatte und zügig ans Netz bringen wollte.

Dass die Mühlen der Behörden langsam mahlen, erfährt nun der Geschäftsführer Burkhart Eymer fast täglich. Die Verhandlungen mit Versorgungsträgern wie Krankenkassen und Rentenversicherern gestalten sich mühsam. „Der Markt ist in vielen Bereichen gesättigt, es gibt zu viele Reha-Betten.“ Doch Eymer will durchhalten und kann bei Verhandlungen auf die Unterstützung seines Vaters zählen.

Bis zu 20 Patienten zeitgleich werden in Spitzenzeiten von den Ärzten und Therapeuten in der Klinik zeitgleich betreut. „Das sollen mehr werden“, kündigt Eymer an und setzt auf die Verbindungen: „Wir haben gute Kontakte und Ärzte.“

Der Kontakt zur Universitätsmedizin Göttingen hat dem Haus die erfahrenen Professoren Wolfgang Schulz (Orthopäde) und Gerhard Anton Müller (Internist, Nephrologe und Rheumatologe) beschert.

Müller hat in der Klinik Balzerborn eine rheumatologische Fachpraxis eröffnet, nachdem zuvor die kassenärztliche Vereinigung Hessen die Erlaubnis zur ambulanten Krankenversorgung erteilte.

In der Praxis werden Patienten mit rheumatischen Erkrankungen des Binde- und Stützgewebeapparates untersucht und behandelt. Dabei sind moderne Einrichtungen der Klinik nutzbar. Mit der Praxis werde die knappe Versorgung von Rheuma-Patienten im Kreis deutlich verbessert, so Burkhart Eymer. Er blickt trotz aller Verzögerungen optimistisch nach vorn: 2010 kommt Mitte des Jahres eine weitere Indikation dazu, die Dermatologie. Auch an die Therapie von Auto-Immun-Erkrankungen arbeite man, so könnte die Schuppenflechten-Therapie angegangen werden, was in den Bereich der Rheumatologie passe.

Zudem beginnt bis April die Sanierung des Altbaus, indem die Dementabteilung mit 34 Betten und eine Reha-Abteilung eingerichtet wird. Am Samstag, 8. Mai wird es einen Tag der offenen Tür geben.

Von Thomas Kopietz

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