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Zu wenig Einsatzkräfte in einigen Ortsteilen

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Von: Stefanie Salzmann

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Eine Fortschreibung des Brandschutzplanes in Ringgau muss das Gemeindeparlament in kommenden Wochen beraten und beschließen. Einigen Ortsteilwehren fehlt es an Einsatzkräften. Archi
Eine Fortschreibung des Brandschutzplanes in Ringgau muss das Gemeindeparlament in kommenden Wochen beraten und beschließen. Einigen Ortsteilwehren fehlt es an Einsatzkräften. Archi © Stefanie Salzmann

Ringgau plant Brandschutz neu und favorisiert Gründung weiterer Schutzbezirke.

Ringgau – Nicht alle Feuerwehren in den Ringgauer Ortsteilen sind in der Lage, Einsätze komplett ohne die Unterstützung benachbarter Wehren abzuarbeiten. Es fehlt an ausgebildetem Personal in der Einsatztruppe. Das geht aus dem Bedarfs- und Entwicklungsplan Brandschutz für die kommenden Jahre hervor, der jetzt zur Beratung in die Ausschüsse des Parlamentes eingebracht wurde.

Zu den Feuerwehren, deren personelle Sollstärke nicht ausreicht, gehören Lüderbach, Grandenborn und Rittmannshausen. „Perspektivisch könnte dieses Problem mit einer Gründung eines Schutzbereiches mit Netra, Lüderbach und Rittmannshausen gelöst werden“, heißt es in dem Plan. Allerdings bestehe im Moment keine Bereitschaft einer Führungskraft diesen Schutzbereich zu übernehmen beziehungsweise zu führen. Da weder Lüderbach noch Rittmannshausen personell derzeit die Voraussetzungen für die Anschaffung neuer Fahrzeuge besitzen, sei langfristig die Bildung eines sogenannten „Schutzbereiches Ost“ eine Lösung.

Die Situation in den beiden Wehren soll in fünf Jahren erneut überprüft werden, damit diese ausreichend Zeit haben, sich vor allem personell zu entwickeln und aufzustellen.

Gerätehäuser

Handeln muss die Gemeinde Ringgau in den kommenden Jahren auch in puncto Feuerwehrgerätehäuser. Zwar verfügt jeder Ortsteil über ein solches Gebäude, Zustand und Ausstattung sind jedoch unterschiedlich.

Netra

Noch in diesem Jahr ist vorgesehen, im Feuerwehrgerätehaus in Netra eine Abgas-Absauganlage und eine Notstromversorgung nachzurüsten.

Getrenntgeschlechtliche Umkleiden sind bislang mangels weiblicher Einsatzkräfte nicht notwendig.

Renda

Weil in Renda die Fahrzeughalle zu klein ist, und es weder getrenntgeschlechtliche Umkleiden und Toiletten gibt, und eine Absauganlage und eine Notstromversorgung ebenfalls fehlen, soll in den kommenden Jahren ein Erweiterungsbau als neue Fahrzeughalle errichtet werden, die bestehende Halle könne dann als Umkleide etc. genutzt werden. Der Anbau ist auch Voraussetzung für die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges.

Grandenborn

Auch hier entspricht der Stellplatz des Löschfahrzeuges nicht den Anforderungen, getrennte Umkleiden fehlen. Auch für die nächsten Jahre geplant ist dort ein Abgasanlage und eine Notstromversorgung. In den beiden Ortsteilen Lüderbach und Rittmanshausen müssen vor Anschaffung neuer Fahrzeuge erst die Personalstände verbessert werden. Der Bedarfs und Entwicklungsplan für den Brandschutz der Gemeinde soll in den kommenden Wochen in den Ausschüssen der Gemeinde beraten und vom Parlament beschlossen werden. Die Ringgauer Ortsteilwehren haben in den vergangenen sieben Jahren 286 Einsätze gehabt, davon 42 im vorigen Jahr. Die meisten Einsätze gab es auf der Bundesstraße 27. (Stefanie Salzmann)

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