Parlament verabschiedet Reinhard Sennhenn nach 40 Jahren im Gremium

„Wirklich ein Diener der Gemeinde“

Ernennt ihn zum Ehrenvorsitzenden: Bürgermeister Mario Hartmann verabschiedet Reinhard Sennhenn, der 40 Jahre Mitglied des Parlaments Ringgau und 24 Jahre dessen Vorsitzender war.
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Ernennt ihn zum Ehrenvorsitzenden: Bürgermeister Mario Hartmann verabschiedet Reinhard Sennhenn, der 40 Jahre Mitglied des Parlaments Ringgau und 24 Jahre dessen Vorsitzender war.

Nach 40 Jahren im Dienst der Gemeinde Ringgau ist Reinhard Sennhenn als Mitglied der Gemeindevertretung und als deren langjähriger Vorsitzender am Donnerstag feierlich verabschiedet und zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden.

Netra – Für stehende Ovationen gab es in den vergangenen Jahren wenig Anlass während der Gemeindevertretersitzungen im Ringgau. Doch als Bürgermeister Mario Hartmann Reinhard Sennhenn am Donnerstagabend zum Ehrenvorsitzenden der Gemeindevertretung ernannte, standen die Parlamentarier und Gäste der Sitzung auf und applaudierten lange und herzlich.

Immerhin gehörte Sennhenn für die SPD der Ringgauer Gemeindevertretung mehr als 40 Jahre an, 24 Jahre davon als deren Vorsitzender. Bei der Kommunalwahl im Frühjahr hatte der mittlerweile 75-Jährige nicht mehr kandidiert.

Wie wohl kein Zweiter hat Sennhenn über Jahrzehnte hinweg das politische Leben in der Gemeinde Ringgau geprägt, hat mit seiner Präsenz unzählige Ehrenämter mit Leben gefüllt.

„Du bist wirklich ein Diener der Gemeinde Ringgau gewesen“, sagte Hartmann zum Abschied. „Wer ein Amt so lange bekleidet, erlebt Höhen und Tiefen. Wichtig ist, dass man immer in den Spiegel schauen kann.“

Sichtlich gerührt nahm Sennhenn den Ehrenvorsitz an und trat dann noch einmal ans Pult mit dem Wappen der Gemeinde, von wo aus er lange die zum Teil stürmischen Sitzungen des Parlaments geleitet hatte. „Unsere Zusammenarbeit war immer von gegenseitigem Respekt geprägt, wir haben Lösungen gefunden und viel für die Gemeinde erreicht“, sagte er. Er bedauerte, dass er die letzte Sitzung seiner Amtszeit im Frühjahr nicht habe leiten können. Sennhenn war zu dem Zeitpunkt im Krankenhaus. Aber den neuen Gemeindevertretern wünschte er viel Erfolg. Die einzelnen Fraktionen der CDU, ÜWG, SPD und auch der ILR bedankten sich bei Sennhenn, es gab Geschenke und viele herzliche Worte.

Reinhard Sennhenns Nachfolger als Vorsitzender der Gemeindevertretung, Dominik Setale (ILR), bat Sennhenn zum Abschluss, die Sitzung statt seiner zu schließen. Und als ob nichts gewesen sei, trat Reinhard Sennhenn noch mal ans Pult, fragte in unverkennbar routiniertem Tonfall, ob noch jemand Fragen habe, und sagte: „Dann schließe ich die heutige Sitzung und wünsche Ihnen allen einen guten Nachhauseweg!“ (Stefanie Salzmann)

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