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Röhrdaer Kita soll erste Naturpark-Kita im Kreis werden

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Von: Stefanie Salzmann

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Weder von Kälte noch Nässe ließen sich die Kitakinder am Dienstag davon abhalten, acht hochstämmige Obstbäume auf ihrem Ackerracker-Gelände in Grandenborn zu pflanzen.
Ackerracker-Garten der Familie Frank in Grandenborn. Hier sind die Kinder beinahe täglich. © Stefanie Salzmann

Der Kindergarten „Die kleinen Hände“ aus Röhrda will die erste als solche auch zertifizierte Naturpark-Kita im Werra-Meißner-Kreis werden.

Grandenborn – Zur Seite steht der Einrichtung dabei der Geo-Naturpark Frau-Holle- Land als Partner. Denn diese spezielle Auszeichnung vergibt der Verband Deutscher Naturparke (VDN).

Eine der Aktionen – längst nicht die erste und ganz sicher auch nicht die letzte – gab es am Dienstag auf dem Ackerracker-Gelände der Familie Frank in Grandenborn. Der riesige Garten am Rande eines Feldes dient den Kitakindern der „Kleinen Händen“ nun schon über ein Jahr als Freiluftdomizil, wo sie gärtnern und spielen können (WR berichtete).

Doch gestern ging es darum, dort einen Streuobststreifen anzupflanzen. Denn die breit gefächerte Biodiversität einer Streuobstwiese bietet ein breites Spektrum an Wissen und Kompetenzen für die Kinder. „Die Obstblüte, die Fruchtfolge und Winterruhe vermitteln den Kindern die Jahreszeiten und ihre Besonderheiten“, so Anke Fink vom Naturpark, die die Röhrdaer Kita betreut. Auch die Aufgabe der Bienen lassen sich gut an Obstbäumen erforschen. Rund 5000 Tier- und Pflanzenarten ließen sich dort erforschen.

Die Mädchen und Jungen der Kita, ausgestattet mit schlammfester Kleidung, waren trotz gerade mal drei Grad über Null mit Feuereifer dabei, die Pflanzlöcher der insgesamt acht Obstbäume wieder mit Erde zu verfüllen, unterstützt von Mitarbeitern der Naturparkwerkstatt. Danach gab es am Feuer in der neuen Jurte auf dem Gelände Bratwürstchen und heiße Getränke.

Die Auszeichnung beziehungsweise Zertifizierung als Naturpark-Kita ist nur ein weiterer Schritt der Röhrdaer Einrichtung. Denn bereits in Kooperation mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist die Kita in Röhrda „Waldkönner“ und das Projekt der „Ackerracker“ erfreut sich größter Beliebtheit bei Kindern, Erzieher und Eltern.

Zur Naturpark-Kita gehört einmal im Jahr eine sogenannte Naturerlebniswoche für die Kinder unter Anleitung des Naturparkes, zudem werden die Erzieher der Kita jährlich weitergebildet, entweder mit Bezug auf den Naturpark oder zur nachhaltigen Entwicklung. „Es geht nicht allein nur um den Naturschutz, sondern auch darum, die Gegend kennzulernen“, sagt Kitaleiterin Carina van der Willik, die das Projekt in Gesprächen mit dem Naturpark ins Rollen gebracht hat.

Zu dem gehört auch der Streuobststreifen. „Diese Bäume werden die Kinder noch als Erwachsene sehen“, sagt Anke Fink.

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