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Förderung ermöglicht Rollstuhl-Taxi für Margot-von-Schutzbar-Stift in Wommen

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Von: Emily Spanel

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Bewohner und Mitarbeiter freuen sich über den neuen Dienstwagen: (vordere Reihe, von links) Leon Eisenberg (dualer Student Soziale Arbeit), Johann Jahn (Bewohner Wohnpflege), Samira Wolfram (FSJ) und Patrick Otto (Einrichtungsleitung) sowie (hintere Reihe, von links) Sven Saul (Bewohner Wohnpflegeheim), Elke Döll (Ergotherapeutin und soziale Betreuung) und Regionalleiterin Ursula Nölker.
Bewohner und Mitarbeiter freuen sich über den neuen Dienstwagen: (vordere Reihe, von links) Leon Eisenberg (dualer Student Soziale Arbeit), Johann Jahn (Bewohner Wohnpflege), Samira Wolfram (FSJ) und Patrick Otto (Einrichtungsleitung) sowie (hintere Reihe, von links) Sven Saul (Bewohner Wohnpflegeheim), Elke Döll (Ergotherapeutin und soziale Betreuung) und Regionalleiterin Ursula Nölker. © Pressestelle Hephata/nh

Der Margot-von-Schutzbar-Stift verfügt nun über ein Rollstuhl-Taxi. Ermöglicht hat das eine Förderung der „Aktion Mensch“.

Wommen – Eine Fahrt in die Stadt, andere Menschen treffen, ein Pläuschchen hier, ein Schwätzchen dort. Einkäufe erledigen, Neues sehen – kurz: ein Teil der Gesellschaft sein. Schwierig wird das, wenn man im Pflege-Rollstuhl sitzt. Denn der passt nicht einfach ins Auto.

Die Freude im Margot-von-Schutzbar-Stift im Herleshäuser Ortsteil Wommen ist deswegen riesengroß: Die Einrichtung hat dank einer Förderung der „Aktion Mensch“ jetzt ein neues, rollstuhlgeeignetes Dienstfahrzeug.

Der rote VW Caddy rollte diese Woche nach zwei Jahren Vorbereitung auf den Hof der Wohnpflege-Einrichtung für Menschen, die psychisch und/oder abhängigkeitskrank sind und körperlicher Pflege bedürfen. „Wir haben lange auf das Fahrzeug gewartet und freuen uns sehr, künftig mit allen Bewohnern kleine und größere Fahrten unternehmen zu können“, sagt Patrick Otto, Einrichtungsleitung Pflege.

Denn Ausflugsfahrten mit einem speziellen Rollstuhl-Taxi kämen für viele Klienten nicht in Frage, da diese in der Regel und im Gegensatz zu Arztfahrten nicht von den Krankenkassen getragen würden. „Für chronisch kranke Menschen sind aber die Besuche von Veranstaltungen, Ausflüge und die Gestaltung des Alltags mit Einkaufen und gesellschaftlicher Beteiligung wichtig“, bekräftigt Patrick Otto.

Der Neuwagen wurde mit einer Rollstuhlrampe und speziellen Halterungen versehen und bietet Platz für einen Rollstuhlfahrer und drei weitere Passagiere, plus Fahrer. Der Gesamtwert beläuft sich auf 35 000 Euro, davon trägt die Aktion Mensch 25 000 Euro. Die erste Fahrt soll durch den Ringgau gehen. „Bergauf und bergab, unsere schöne Region genießen und vielleicht auf der Rückfahrt einen Kaffee trinken, das wird ein tolles Erlebnis“, sagt Patrick Otto.

Von Emily Hartmann

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